Monate: April 2016

Beitragsbild: Schlimme Berufe Aussortierer bei Facebook

Schlimme Berufe: Aussortierer bei Facebook

Letztens fand die Veranstaltung »Die Müllabfuhr im Internet« statt. Die Heinrich-Böll-Stiftung beschäftigte sich mit dem Berufszweig »Kommerzielle Inhaltsmoderation« (Commercial Content Moderation) bei Unternehmen wie Facebook und Co. Kurz gesagt: Damit sind jene hartgesottene Leute gemeint, welche die unschönen Dinge aus den sozialen Netzwerken entfernen, ehe sie auf uns verwöhntes Pack losgelassen werden. Damit sind nicht nur unangemessene Bilder/Videos gemeint, sondern auch das neunundvierzig­tausenddreihundert­vierundachtzigste Foto vom Kantinenessen.

Beitragsbild: Brettspiele - Unterschätzte Gefahr für Körper und Geist

Brettspiele – Unterschätzte Gefahr für Körper und Geist

Der Mensch hat einen angeborenen Spieltrieb, den er gerne bedient. Das belegen schon die unzähligen, über den ganzen Globus verteilten Spielemessen. Besonders beliebt sind hierbei Brettspiele. Habt ihr nicht auch diese wunderbaren Menschen in eurem Freundeskreis, die gerne mal zu einem Spieleabend mit Crackern, Bier und Fleischwunden einladen? Moment, hat sie Fleischwunden gesagt?!
Allerdings, denn lasst euch warnen: Brettspiele und Co. stellen eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben dar. Würfelt schnell und flieht, ihr Narren, solange ihr könnt. Oder wollt ihr trockene Cracker in der Hirnrinde stecken haben?

Beitragsbild: Empathie ist ungesund

Empathie ist ungesund

Eigentlich sollte dieser Beitrag ja mit »Vergiss Empathie! Du wirst trotzdem einsam am Krankenbett gefesselt vor die Hunde gehen!« übertitelt werden. Doch hat ein schlichter Hinweis auf die Schädlichkeit der Empathie im Allgemeinen eine vergleichbare Aussagekraft. Es soll um unverbesserliche Menschenfreunde gehen – sogenannte Philanthropen – die nicht nur an den Weihnachtsmann glauben, sondern auch an das Gute im Menschen. Dank der Geheimwaffe Empathie gelingt es ihnen ohne Weiteres, dem Gegenüber Interesse oder gar Verständnis vorzugaukeln. Dieser selbstlose Einsatz bleibt für die Gesundheit nicht ganz ohne Folgen.

Beitragsbild: Auch beim nächsten Todesfall eines Prominenten geht es nur um Dich

Auch beim nächsten Todesfall eines Prominenten geht es nur um Dich

Dieses Jahr ist noch nicht einmal zur Hälfte rum und schon haben wir einiges Todesfälle bekannter Persönlichkeiten zu verbuchen. Guido Westerwelle, Merle Haggard, David Bowie, Prince, Hans-Dietrich Genscher, Roger Cicero, Peter Lustig, Umberto Eco und noch mehr. Die perfekte Gelegenheit, sich selbst ins Rahmenlicht zu rücken. Zum Beispiel kann ein Konzerterlebnis Ende der 90er, als der damals noch quicklebendige Star bejubelt wurde, endlich in einem vollkommen neuen Schein zum Besten gegeben werden. Bisher war es nur eins von vielen Konzerten, doch dank des Ablebens gewinnt die Erfahrung eine neue Qualität und man kann sich selbst in den Mittelpunkt drängen. Damit wäre es geschafft: von der Tragödie des Todes abzulenken, damit es sich endlich um die eigene Person dreht.

Beitragsbild: Warum ich Smalltalk hasse

Warum ich Smalltalk hasse

Wir alle kennen diesen unmögliche Moment. Man steckt mit einer Person in einer Situation, aus der man nicht ohne weiteres flüchten kann und wird zum Gespräch genötigt, dem sogenannten Smalltalk. Dabei ist es völlig irrelevant, ob man nervös mit dem Augenlid zuckt oder krampfhaft auf das Smartphone-Display starrt. Ein Entkommen scheint schier unmöglich. Wie geht es Dir? Was macht der Job? Die Liebe? Ist das nicht ein Sauwetter? Bald ist Weihnachten. Außerdem habe ich seit drei Tagen Durchfall. Lauter Dinge, die man nie erfahren oder besprechen wollte, nur um eine spontan aufkommende Langeweile zu überbrücken. Furchtbar! Reine Zeitverschwendung und mit der unangenehmen Nebenwirkung, dass man das Gesagte unter Umständen nicht so schnell vergisst. Schnell findet man sich in einer Situation wieder, in der das Gehörte verarbeitet werden muss. So kam es nicht selten vor, dass ich mich sagen hörte: »Hast Du gehört? Dings hat schon wieder Durchfall«.

Beitragsbild: Der Knigge für den angehenden Frauenfeind

Der Knigge für den an­ge­hen­den Frauenfeind

Liebe Frauen, an dieser Stelle solltet ihr nicht weiterlesen. Der vorliegende Benimmratgeber ist für Frauenfeinde bestimmt und solche, die es werden wollen. Sprich Männer, die mit Schlagwörtern wie »Gleichberechtigung« und »Frauenparkplatz« nichts anfangen können. Warum ein Knigge? Wir Kerle haben es beileibe nicht einfach; nicht nur werden wir derzeit von einer Frau regiert, sondern müssen uns auch noch wegen Ausnahmezuständen wie Männerschnupfen verspotten lassen. Nun kommt auch noch dieser Frauenversteher Heiko Maas daher und fordert, dass sexistische Werbung verboten gehört. Also keine Hausfrauen mehr, die beim Staunen über den Ganzkörper-Dildo »Meister Propper« den Mund kaum noch zu bekommen. Ich bin gespannt, wie die prüde Politik das wolllüstig gelutschte Magnum-Eis zensieren wollen.

Beitragsbild: Der Tag, an dem Satire in Deutschland verboten wurde

Der Tag, an dem Satire in Deutschland verboten wurde

Es war ein trister Montag in einem Bürogebäude jenseits von Herne. Der Kaffeeautomat streikte, Windows nervte mit einem Update und es lag sogar Arbeit auf dem Tisch. Kollege Heuer kam eine Stunde früher, weil er über das Wochenende kaum Ruhe fand. Er installierte Freitag einen obszönen Bildschirmschoner auf dem Rechner von Kollege Schmettler. Fand Heuer unglaublich lustig, wenn lauter Pimmel über den Monitor huschen, während Schmettler mal wieder mit offenen Augen vorm PC einpennt. Vor einer Woche wäre das alles kein Thema gewesen. Doch ab heute ist Satire in Deutschland verboten.

Beitragsbild: Die Wahrheit über deutsche Vereinsmeierei

Die Wahrheit über deutsche Vereinsmeierei

Vereine gehören in Deutschland dazu, wie Pünktlichkeit, Bier und Sauerkraut. Sobald sich mehr als 4 Personen der gleichen Interessengruppe zusammenfinden, gründen sie einen Verein. Was von außen recht putzig wirkt, ist in Wahrheit eine diktatorische Institution für Gelegenheitsalkoholiker und solche die es werden wollen, sowie für Menschen die sich gerne zur Sahnetortensklavin unterwerfen lassen.

Beitragsbild: Sieh es ein - Du bist ein Stalker

Sieh es ein – Du bist ein Stalker

Heute schon den Ex gestalkt? Es ist gar nicht so ungewöhnlich. Laut einer Studie, deren Herkunft ich just vergaß, wird ein Großteil sonst unauffälliger Personen zu Stalkern, um herausfinden, was der/die Ex so treibt. Brennende Fragen wie »Gibt es ein Leben nach mir?« und Missgunst im Stil von »Ganz schön fett geworden« sind da keine Seltenheit. Alarmierend ist auch, dass die gleiche Studie besagt, dass Stalker mehr zum Alkoholismus und Netflix-Marathon neigen, anstatt sich endlich bei Tinder anzumelden. Solche Personen halten nichts von Floskeln wie »Aus den Augen, aus dem Sinn« und quälen sich gerne mit Urlaubsfotos und ekelhaften Pärchen-Selfies – mit dem neuen Partner.

Beitragsbild: Mode und Style für Klamotten-Kasper

Mode und Style für Klamotten-Kasper

Unlängst passierte mir ein Missgeschick: ich schaute TV. Das hat in der Regel zur Folge, dass man unweigerlich auch der Werbung ausgesetzt ist.
Es war spät und ich müde und somit ich nicht schnell genug am Kühlschrank im Bad. Und somit hafteten die ersten Noppen des Tentakels der Kommerz-Krake an mir. Hierbei nun fiel mir etwas auf, was es wie ich finde früher nicht so gab.
Es werden nicht mehr einzelne Marken oder Modehäuser beworben, die dir sagen, dass du dich geil anziehen sollst um das andere Geschlecht oder Muddi zu beeindrucken. Es werden Online-Shops präsentiert, welche dir dein komplettes Outfit zusammenstellen. Das lies mich stutzen und ich stellte mir die Frage: sind wir mittlerweile so doof geworden, dass wir uns den Schlüpper über den Kopf ziehen? Brauchen wir einen Anzieh-Assistenten?