Monate: Juni 2016

Beitragsbild: 30. Juni Gitarren Gääääähn!

30. Juni: Gitarren? Gääääähn!

Eric Clapton pack deine Gitarre in den Keller oder häng sie als Vogelhäuschen in den Garten. Das gleiche gilt für Carlos Santana und Bob Dylan. Weg mit der Klampfe, die Zeiten von Woodstock sind vorbei, die letzten Hippies sitzen im Altenheim und warten auf ihr unrühmliches Ende. Es ist nicht so, dass ihr das nicht toll gemacht hättet und wir sind euch echt dankbar dafür. Es gibt auch keine Jungspunde, die euch von eurem Thron stoßen wollen oder sowas. Aber wie bereits angedeutet, es rücken keine Fans mehr nach. Die Girls und Boys stehen nicht mehr auf diesen Offline-Mist. Es gibt jetzt alles digital. Nur wer sehr exzentrisch ist, hat noch eine Daseinsberechtigung. Nasenflötenspieler zum Beispiel.

Beitragsbild: Benching - Bitte Abstand halten!

Benching – Bitte Abstand halten!

Forrest Gump ist der Oberbencher. Ein Typ, der die ganze Zeit auf einer Bank herumlümmelt, um andere Leute vollzuquatschen. So ähnlich muss man sich das »fieseste Dating-Verhalten seit Ghosting« vorstellen. Eine Person spricht eine andere nur an, um eine Portion Aufmerksamkeit zu erhalten. Unfassbar, so ein selbstsüchtiges Verhalten. Auch wenn Satire-Portale wie Bravo.de behaupten, dass dieses Phänomen auf dem hart umkämpften Beziehungsmarkt neu sei, so dürfte sich Benching schon seit langem etabliert haben. Wer daran zweifelt, möge bitte einmal die Kontaktleichen auf dem Smartphone zählen.

Beitragsbild: Filme, die eure Beziehung retten

Filme, die eure Beziehung retten

Obacht. Dieser Beitrag läuft unter insgesamt drei alternativen Titeln. Zum einen »Filme für aufgeweckte Kerle, deren Freundin immer einpennt« und »Filme für müde Mädchen, deren Typen noch viel zu wach sind«. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die genannten Filmtitel in diesem Beitrag die letzte Rettung für so manche Beziehung darstellen. Vergebene kennen das Problem: die Partnerin nervt mit permanentem Rumgegähne und ist viel zu müde, um die bahnbrechende Dokumentation über Orks und Schwerter zu sehen. Oder das Gegenteil: du freust dich nach einem harten Tag des Nichtstuns auf dein Bett aber dein hyperaktiver Boyfriend nahm so viele Drogen zu sich, dass mal wieder eine Sharknado-Nacht ansteht – nerv!

Beitragsbild: »Nein« sagen für Fortgeschrittene

»Nein« sagen für Fortgeschrittene

Die Regale der Selbsthilfebücher laufen über. »Sag nicht ja, wenn du nein meinst«, »So sagen Sie nie mehr ja, wenn sie nein sagen wollen« und »Selbstachtung statt Harmoniesucht«.

Dabei lässt sich die Essenz all dieser Bücher recht gut zusammenfassen. Nein ist einfach nur ein Wort, was jedes Kleinkind mit als Erstes lernt. Die Hürde ist zum einen, sich zu trauen es auszusprechen und zum anderen nicht so zu tun, als wäre man gerade aus einem Erdloch gekrabbelt und hat seit Jahrzehnten keine soziale Kontakte gepflegt. Die Kunst ist es, so zu tun, sodass das Gegenüber ein Gespräch mit einem Lächeln verlässt und gern an die kurze Plauderei zurück denkt. Und das obwohl der Gesprächspartner gerade eine Abfuhr erfahren hat. Als Anfänger würde ich die Latte etwas niedriger ansetzen. Kein Geschrei, keine hervortretende Adern auf der Stirn und das Geschirr im Schrank ist nach dem Gespräch noch vollständig – das wäre ein guter Anfang.

Beitragsbild: 23. Juni Tage, an denen was los ist

23. Juni: Tage, an denen was los ist

Zum Glück lassen sich manche Leute durch Fakten nicht blenden, auch wenn diese noch so deprimierend sind. Deshalb hat das internationale Weltaktionstagskomitee entschieden, einen richtig fetzigen Aktionstag zu veranstalten und ihn auf einem Regenbogen, begleitet von dem Gesang holder Jungfrauen und weißer Schwäne in die Welt zu entsenden: Den Welttag des öffentlichen Dienstes.

Beitragsbild: Nie wieder Yoga oder wie Yoga mich zur Vernunft brachte

Nie wieder Yoga oder wie Yoga mich zur Vernunft brachte

Robert Downey Jr. schwört auf Yoga. Und da er auf der Leinwand den Iron Man gibt, muss das ja irgendwas bringen. So ähnlich muss meine Verwirrung begonnen haben, als ich es ernsthaft in Betracht zog, eine Yoga-Klasse zu besuchen. Meine Beweglichkeit litt im Zuge des Alters deutlich und ich hätte mir letztens beim Schuhe binden beinahe einen Bandscheibenvorfall eingehandelt. Also einigte ich mich auf einen Sport, mit dem ich wenigstens via Instagram angeben kann. Andere Sportarten erscheinen mir zu anstrengend. Nicht, dass ich es ernsthaft versucht hätte, aber als überzeugter Misanthrop hat man es schwer, sich für Fitness zu begeistern. Alleine schon mal gar nicht. Aber warum ich mich schweißgebadet inmitten von ganzkörperrasierten Kerlen abrackern soll, hat sich mir nie erschlossen. Ein angesagter Yoga-Kurs mit lauter jungen Frauen in hautengen Yoga-Pants wirkte reizvoller.

Beitragsbild: Liebe Medien, verschont mich nicht mit der Realität

Liebe Medien, verschont mich nicht mit der Realität

Die derzeit laufende Fussball EM 2016 brachte bereits einige Fragen zutage, die wohl zweifelsohne in die Geschichte eingehen werden. Warum hat sich Jogi Löw an die Eier gefasst? Waren die Schweizer Trikots schon immer so instabil? Was sollen nur Boatengs Nachbarn denken? Sollten Frauen Fussball kommentieren? War das bei der Eröffnungsfeier wirklich Otto Waalkes mit Bart? Diese absurden Themen überschatteten teilweise die Spielergebnisse, sodass mich besonders eine Meldung wunderte, die auch im Zuge der Berichterstattungen für Aufsehen sorgte. Die beiden großen Fernsehsender ARD und ZDF echauffierten sich darüber, weil die UEFA scheinbar ausgestrahlte Bilder aus den Stadien zensierte. Im Zuge dessen möchten die Öffentlich-Rechtlichen lieber ihre eigenen Kameras aufstellen.

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Unpopuläre Meinungen, mit denen du alle vergraulst

Meinungen sind überbewertet. Sie werden in der Regel dazu genutzt, um sich selbst zu beschreiben, fernab aller Realität. Umso lässiger wäre es, wenn man sich dazu zwingt, unpopuläre Meinungen in den nächsten Plausch zu verkünden. Man kann sich so quasi neu erfinden und dabei zusehen, wie der verstörende Einwurf die Zuhörer anschaulich verwirrt. Wozu all dieser alltägliche Bullshit, wenn man endlich einmal ein interessantes und bewegendes Gespräch führen kann?
Höchstwahrscheinlich möchte man eh den meisten Unterhaltungen aus dem Weg gehen. Sie bringen einen einfach nicht weiter und füllen den Denkapparat nur mit lauter Überflüssigem, das man nur schwerlich wieder los wird. Aus diesem Grund ist es umso empfehlenswerter, wenn man sich die eine oder andere Meinungen zulegt, mit dessen Hilfe man allzu aufdringliche Quälgeister mit ihren unerschöpflichen Kommunikationsdrang in die Wüste jagen kann. Die folgenden Denkansätze sollen die ersten möglichen Inspirationen darstellen.

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16. Juni: Tag des afrikanischen Kindes

Von dem afrikanischen Kind als solchem zu sprechen, ist natürlich eine euphemistische Generalisierung. So etwas würde sich die europäische Herrenrasse niemals bieten lassen. Um dies zu verdeutlichen, hier nun der Gegenentwurf: das europäische Kind. Das europäische Kind, wie soll das denn aussehen? Es ist wahrscheinlich 1,40 Meter groß, wiegt 80 Kilo (wir wollen hier keine Randgruppe unberücksichtigt lassen), hat Sommersprossen (auch hier wurde die Randgruppe exponentiell überberücksichtigt) und ist zweiköpfig (ebenfalls aufgrund der Minderheitenquote). Der eine Kopf heißt René-Jaques-Batista der andere Mark-Stefan-Thor. 

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Was wäre deine Superkraft?

Da ich nie eine Comic-Phase in meiner Kindheit hatte (abgesehen von ein paar Donald Duck Heften) erreicht mich erst jetzt, im Jahrzehnt der Comic-Verfilmungen, der komplette Umfang dieser Welt. Unwillkürlich fragt man sich, was wäre meine Superkraft? Mit Superstärke findet man wohl kaum einen Freund, wenn man bedenkt, dass ein Mann sich schon durch eine gut verdienende Frau angegriffen fühlt.