Monate: September 2016

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29. September: Welt-Tollwut-Tag Wenn die Wut kalendarisch überschäumt

Die meisten Leute wissen weder genau was Tollwut ist, noch haben sie je ein tollwütiges Tier gesehen. Um auf diese Diskrepanz hinzuweisen kann man am Welt-Tollwut-Tag seinen Fuchs, seinen Hund oder einen Mungo nehmen und dessen Maul mit Rasierschaum einschmieren. Das derartig präparierte Tier kann dann an einem vielbelebten Ort wie einem Einkaufszentrum, im Kino oder während eines Konzerts der Wildecker Herzbuben frei gelassen werden. (Für alle Tierschützer, die diese Idee gar nicht lustig finden: Natürlich könnt ihr anstelle des Rasierschaums auch Schlagsahne nehmen. Aber dann müsst ihr euch beeilen, sonst schlabbert das Tier alles weg und das ist sicherlich nicht im Sinne des Welt-Tollwut-Tages.)

Beitragsbild: Männer, die auf Frauen starren

Männer, die auf Frauen starren Warum Männer beim Flirten auf Blickkontakt setzen

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um allen weiblichen Leserinnen ein typisch männliches Verhalten zu erkläutern. Wir Männer sind Augentiere und nutzen unsere Sehfähigkeit demzufolge häufig zum Glotzen, starren oder gaffen. Am liebsten schauen wir Frauen hinterher. An der Ampel, in der Warteschlange oder am Tresen. Anlabern ist nicht so unser Ding; vielmehr machen wir gekonnt Stielaugen und erhoffen uns damit die wohlverdiente Aufmerksamkeit in Form eines Blickkontakts.

Beitragsbild: Unbequeme Fakten über Bartträger

Unbequeme Fakten über Bartträger Bärte sind verdreckter als Bahnhofstoiletten … und noch mehr

Ein Mann, ein Bart. Nichts repräsentiert den Wunsch nach ausgeprägter Männlichkeit mehr als prächtig herangezüchteter Bartwuchs. Selbst wenn du die reinste Milchbubifresse hast und dazu die Stimme eines Chipmunks, so wird dir ein Vollbart den herbeigesehnten Respekt verschaffen. In den letzten Jahren wurden Bärte zum modischen Muss für alle Männer, die etwas auf sich halten. Hipster in den Metropolen der Welt (oder eben im Internet) machten es vor – die faulen Burschen in der Provinz ahmten es nach.

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Klarer Fall: Du bist zu höflich Warum dich deine Rücksichtnahme unglücklich macht

Sicherlich kennt jeder im Kern vergleichbare Situationen, in denen man den offensichtlich Dummen das letzte Wort lässt. Insbesondere in Streitgesprächen wird es einem irgendwann zu bunt, man sagt sich »Das ist es nicht wert« und gibt dem Gegenüber das Gefühl, überzeugender und somit im Recht zu sein. Ich selbst kann eine weitere Erfahrung mit einem aufbrausenden Vorgesetzten nennen. Während einer hitzigen Diskussion über Arbeitsabläufe wurde mir bewusst, dass es ihm nicht wirklich darum ging, meinen Standpunkt anzuhören.

Beitragsbild: Hochzeiten - der kleidertechnische Albtraum aller Frauen

Hochzeiten – der kleidertechnische Albtraum aller Frauen

Ich bin nun in einem Alter, in welchem ich nicht nur gefühlt zu 20 Hochzeiten pro Monat von meinen Geburtsjahrgenossen eingeladen werde, sondern auch schon zu den Scheidungspartys. Bleiben wir aber erst einmal beim vermeintlich schönen Teil, dem Schritt Nummer 1 aller Ja-Sager. Prinzipiell mag ich Hochzeiten. Man kann sich mal in einen schicken Fummel werfen, der im Büro nur stummes Kopfschütteln hervorrufen würde und sowohl das Futter als auch das Gesöff sind umsonst (Profi-Tipp: vermeidet Hochzeiten, bei denen man der Braut Kohle ans Kleid tackern muss).

Beitragsbild: Wie man mitredet, obwohl man keine Ahnung hat

»Oh, da fällt mir ein …« Wie man mitredet, obwohl man keine Ahnung hat

In einem Gespräch mit lauter klugen Köpfen trotz Ahnungslosigkeit zu glänzen, ist gar nicht so einfach. Man kann ja nicht immer über TV-Serien und das Wetter reden. Manchmal gerät man in die unglückliche Lage, über Politik, Wirtschaft oder gar Fußball reden zu müssen. Sollte man aber von der Materie null Grundkenntnisse verfügen, könnte das in einem peinlichen Debakel enden. Man wird belächelt, muss sämtliche Drinks selbst zahlen und geht ohne Freundschaftsanfragen nach Hause. Damit es erst gar nicht dazu kommt, sollte man sich Strategien zurecht legen, um Kompetenz, Belesenheit und Expertenwissen anzutäuschen.

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Du musst lernen, Kompromisse zu lieben Über den harten und komplizierten Alltag eines Miesepeters

Je mehr Leute sich um mich tummeln, desto deutlicher wird es dir. Andere Menschen? Magst du nicht. Nicht nur, dass sie täglich über Bullshit wie lustige Netzvideos und TV-Serien reden, nein! Wenn du dir die Mühe machst und ein paar Augenblicke dem Gesabbel zuhörst, fällt dir auf, dass sie alle nur meckern. Über unverständliche Politik, sinnentleerte Jobs, hohe Preise, noch höhere Rechnungen, ignorante Partner, Eltern vom anderen Planeten und die drückende Affenhitze. Das macht es für einen wahren Misanthropen, einen Miesepeter, gar nicht so einfach. Schließlich möchtest du der Einzige mit einer scheiß Laune sein.

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Rolltreppe abwärts Wie man gezielt seine Karriere zunichte macht

Karriere war gestern! Das Haus ist abbezahlt, die Kinder aus dem Haus, oder nichts von alledem und du willst mal Grenzen testen, einfach nur um zu schauen was passiert. Als eine Art berufliches Bungee-Jumping, nur ohne Seil. Hat man erstmal mit der Karriereleiter abgeschlossen, arbeitet es sich herrlich ungeniert. Und immer dran denken: Die ersten Gespräche und Abmahnungen sind sowieso nie ernst gemeint. Und sollte es die Firma wirklich durchziehen, ist so ein beruflicher Harakiri deutlich unterhaltsamer und charakterformender, als selbst zu kündigen.

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#hatespeech: Ich bitte um mehr Hass! Wie ich durch den Zeigefinger mehr Aufmerksamkeit erhaschen kann

Heute schon gehasst? Ich gehe davon aus, dass die meisten Leser dieser Seite »Miesepeters« mit satirischen Texten (überwiegend verfasst in der Fremdsprache »Ironie«) erst kürzlich ein erfüllendes Hassgefühl zelebrieren durften. Sei es der überfüllte Zug (»Scheiß Bahn!«), das verspätete Amazonpaket (»Scheiß Lieferdienst!«) oder der Stau auf der A40 (»Scheiß Feierabendverkehr!«).

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08. September: Tollwut-Maria

Über Maria, die Mutter Gottes, weiß man allerhand. Sie hat ein uneheliches Kind gezeugt, ist trotz des Risikos einer Fehlgeburt hochschwanger auf einem Esel herumgeritten und an ihrem Geburtstag findet der Welt-Tollwuttag statt. Sehr toll.