Monate: November 2016

Beitragsbild: Wie sich unsere Nachrichtenportale selbst ruinieren

»Wie krass ist das denn? Ein Terroranschlag!« Wie sich unsere Nachrichtenportale selbst ruinieren

Geht das nur mir so? Wenn ich mich derzeit im Internet nach aktuellen Berichterstattungen, Meldungen und Kommentaren umschaue, habe ich den Eindruck, ich befände mich auf dem Pausenhof einer Hauptschule. Diese Tage gab es den Relaunch des Nachrichtenportals »Der Westen« (WAZ, Funke Gruppe), welches bisher mit seinen nüchternen Meldungen und bissigen Kommentaren höchstens Heißhunger auf Popcorn auslöste. Zuvor war für mich persönlich Focus Online mit Meldungen wie »Frau greift unter ihren Rock – was folgt, ist definitiv waffenscheinpflichtig« (30.11.2016) der Spitzenreiter der unterirdischen Massenverblödung.

Beitragsbild: Muss ich beim Wichteln mitmachen?

»Muss ich beim Wichteln mitmachen?« Die Demotivationsfrage zum alljährlichen Stresstest unter Kollegen

Das Wichteln als Brauch kommt ursprünglich aus Skandinavien (»Julklapp«) und wurde irgendwie fehlinterpretiert, denn ursprünglich wurden Geschenke nach lautem Klopfen unerkannt ins Zimmer (?) geworfen. Ich stelle mir das so vor, dass zum Beispiel ein paar lustige Schweden ein schön verpacktes Billy-Regal mitten ins Badezimmer und dann schnell wegrennen. Und was machen wir heutzutage? Schenken uns Banalitäten und hoffen, dass am Ende niemand die Gaben zuordnen kann.

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21 Geheimnisse für eine unglückliche Beziehung Unkomplizierte und erfolgsversprechende Wege in die Paartherapie

Brangelina machten es vor. Der Inbegriff der medial ausgeschlachteten Beziehung (abgesehen von Sarah und Pietro) lieferte uns die traurige Gewissheit, dass Eheverträge ihre Vorteile haben. Keine Ahnung, wieso uns die Medien stets superglückliche Pärchen in ihren Formaten präsentieren; dabei wissen wir es doch besser. Das Glück zu zweit ist selten von langer Dauer, auch wenn man sich noch so viele Schokoherzen zum Valentinstag schenkt. Dabei muss es nicht so kommen. Unsere Eltern haben es ja in den meisten Fällen auch irgendwie geschafft, sich trotz Tschernobyl und Mauerfall zusammenzuraufen.

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Beziehungstipps für Pflanzen Wie ich lernte, die Orchidee zu lieben (und zu hassen)

Es ist nun Mal so, dass wir Beziehungsmenschen sind. Zumindest in den meisten Fällen, Soziopathen und Serienkiller schließe ich politisch nicht korrekt mal aus. Ich bin ebenfalls ein solcher (also Beziehungsmensch, nicht Serienkiller) und hab es das eine oder andere Mal versucht. Aber die innigste Beziehung ever hatte ich nicht zu Menschen, sondern zu Pflanzen. Ich würde fast soweit gehen, es Hassliebe zu nennen. All meine grünen Freunde hier in meiner Bude bereichern mich, aber nehmen viel von mir. Vor allem nehmen! Unser Verhältnis ist ein kompliziertes, aber ist es nicht immer so bei tiefen Gefühlen? Und hey, sie geben wenigstens keine Widerworte!

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Finde deine Rolle auf Facebook Wie man in Online-Diskussionen die passende Stellung bezieht

Ich kann es nicht lassen. Jeden Tag logge ich mich in diese absurde Gruppe bei Facebook ein, um den neuesten Tratsch zu lesen. Man unterstellt mir deshalb schon eine beunruhigende Neigung zum Masochismus, weil ich mit dem Geblubber dort kaum was anfangen kann, mich aber zu gerne darüber aufrege. Zum Verständnis: Diese Gruppe stellt eine Art lokale Diskussionsrunde meiner Heimatstadt dar, ein Sammelsurium aus kitschigen Bilderstrecken/verlorenen Schlüsselbunden, kommerziellen Veranstaltungshinweisen und Hinweise, wann und wo geblitzt wird. Manchmal wird es auch besonders albern, wenn es mal wieder irgendwo geknallt hat.

Beitragsbild: Frühsport für Pessimisten

Frühsport für Pessimisten Kinderleicht aufkommenden Bewegungsdrang im Keim ersticken

Auf diversen Webseiten gibt es dutzende Trainingspläne, wie man erfolgreich mit Frühsport in den Tag starten kann. Doch was ist mit uns Morgenmuffeln, die keinerlei Bewegungsdrang vor 12 Uhr mittags verspüren? Tote Hose. Da helfen auch die besten Tipps nichts, wie zum Beispiel »Belohne dich selbst mit einem leckeren Kaffee«, wenn man zig quälende Übungen hinter sich brachte. Ist ja auch total schwachsinnig, da du ohne die gewohnte Koffeinzufuhr nicht einmal den Weg in deine Hose findest. Stattdessen werden Übungen benötigt, die du quasi im Schlaf erledigen kannst.

Beitragsbild: Schlimme Berufe - Informatiker

Schlimme Berufe: Informatiker

Jeder IT’ler kennt die Situation. Das Telefon klingelt und der Abteilungsleiter am anderen Ende der Leitung ist aus dem Häuschen, weil das W-Lan nicht mehr funktioniert. Informatiker, Administratoren und all jene, die mit Computern zu tun haben sind für viele Unternehmen ein Segen wie auch ein Fluch zugleich. Sie werden gebraucht, aber am liebsten gemieden. Tritt ein Problem mit einem Rechner auf – und es treten nahezu täglich irgendwelche Schwierigkeiten in Erscheinung – müssen Informatiker den Retter in der Not spielen. Zwar bewahren sie die Firma vor dem totalen Ruin, werden aber hinter vorgehaltener Hand als Nerds belächelt. Ein undankbarer Job mit jeder Menge Verantwortung und langen Wartezeiten, weil man Windows nicht innerhalb von einer Stunde neu installieren kann.

Beitragsbild: Die drei Phasen der Empörung

Die drei Phasen der Empörung

Facebook ohne Empörung funktioniert nicht und macht irgendwie auch keinen Spaß. Aufreger wie Präsident Trump zeigen augenscheinlich, wie sich eine Welle der Auffuhr breit macht, die aber meist innerhalb von 24 abebbt. Angefixt von den Medien und diversen Postings fühlen wir uns in der Pflicht, unseren Senf dazuzugeben. Als ob uns jemand nach unserer Meinung gefragt hätte.

Beitragsbild Boreout vor der Flimmerkiste

Boreout vor der Flimmerkiste Orientieren sich die Anstalten am »dümmsten anzunehmenden Zuschauer«?

Wie sich die Zeiten ändern. Damals verzweifelte ich noch an der Programmierung meines VHS Rekorders, eine bestimmte Sendung via Timer aufzunehmen. Die Bedienungsanleitung machte einen hochkomplizierten Eindruck und schüchterte mich mit Fachchinesisch ein. Sollte ich es fluchend und den Tränen nahe geschafft haben die Uhrzeit korrekt einzustellen, machte es ein falscher Knopfdruck alles zunichte. Noch einmal von vorn. So war das damals gegen Ende der technlogischen Steinzeit.
Und heute? Die Einstellungen für eine App oder die Bedienung eines Online-Portals geben mir das Gefühl, dass sie mich für den dämlichsten Nutzer unter der Sonne halten. Jeder noch so offensichtliche Schritt wird ins kleinste Details erklärt. Damit auch der größte Idiot kapiert, wie es geht – und somit auch Du und ich.

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Wie man mit Kritik umgeht »Ach, halt die Fresse« und andere Abwehrmöglichkeiten gegen Besserwisser

Auf einschlägigen »Regel-dein-Leben« Seiten ist häufig von Kritik annehmen die Rede. Das hat etwas von Weihnachtsgeschenken, die man sich nie gewünscht hat. Bei denen der Kassenbon verloren ging. Die daheim vollstauben und beim Betrachten aus dem Augenwinkel ermahnen: »Du hasst mich, aber mich wegzuwerfen kannst du Oma nicht antun.« Also lebt man mit dem angeblich nett gemeinten Ratschlag, welcher Stück für Stück dein Selbstbewusstsein demontiert. Das Blöde an Kritik ist, dass es einen meist unvorbereitet trifft. Man bringt eine Mammutaufgabe hinter sich und kurz im Anschluss daran wird man auseinandergenommen. Vollkommen gleich, ob du einen reichlich bescheidenen Vormittag in einer Warteschleife am Telefon verbracht oder seit Tagen einen unangenehmen Ohrwurm hast. Um den Quacksalbern den Wind aus den Segeln zu nehmen, bietet sich diese gewiefte Strategie an.