Monate: Januar 2017

Beitragsbild: Essen ist das neue Wetter

Essen ist das neue Wetter Über Foodporn, Kochshows und andere Sattmacher

Früher war alles besser, denn damals quakte ich mit der netten Omi von nebenan über das Wetter. Ich versuchte möglichst unauffällig leere Weinflaschen im Hausmüll zu entsorgen und debattierte dabei über aufziehende Kaltfronten und endzeitliche Temperaturen, die uns vom Wetterfrosch angedroht wurden. Und heute? Wir berichten uns gegenseitig, was wir am Vorabend kochten und zeigen Instagram-Accounts, deren Rezeptvorschläge wir am Wochenende ausprobieren wollen.

Beitragsbild: Projekt Einhorn: ein Social Media Experiment

Projekt 1Horn: ein Social Media Experiment Wie ich mit Einhörnern meine Filterblase ruinierte

I believe in unicorns! Für mein Projekt 1Horn postete ich für eine Woche ausschließlich nur Themen und Dinge, die sich mit Einhörnern beschäftigen. Hashtag Einhorn. Für insgesamt sieben Tage waren meine Social-Media-Aktivitäten auf Einhörner ausgerichtet. Der Ursprung dieses Experiments ist schnell erklärt: ich fragte mich, warum mir gewisse Inhalte bei Facebook angezeigt werden und ob ich fähig bin, dies zu beeinflussen. Gerade in Hinsicht auf die Diskussion bezüglich Trumps Präsidentschaft und mögliche zukünftige Wahlen war es mein Anliegen, die Existenz der Filterblase zu beweisen. Zu diesem Zweck nutzte ich #Einhornpower, um die sozialen Medien auf die Probe zu stellen. Mein kleines Experiment taufte ich auf den Namen »Projekt 1Horn«. In diesem Beitrag möchte ich über meine Ergebnisse und Erfahrungen berichten. Was wollte ich mit Projekt 1Horn bezwecken? Ziel des Projekts 1Horn war es, meine sogenannte Filterblase zu durchbrechen. Eine Filterblase entsteht laut eines Artikels der FAZ wenn »Nutzer nur noch mit Nachrichten versorgt werden, die ihren bereits vorhandenen Präferenzen entsprechen«. Das bedeutet, dass durch den Gebrauch von Big Data die User im Internet zunehmend nur …

Beitragsbild: Offener Brief an die Deutsche Bahn

Offener Brief an die Deutsche Bahn Überstrapazierte Störungen im Betriebsablauf

Liebe Deutsche Bahn, vor kurzem wurde der Ausdruck »alternative Fakten« populär. Trumps Beraterin nutzte diese Formulierung, um uns eine andere Auffassung von Trumps Inauguration zu verkaufen. Als ich letzte Tage frierend auf Gleis 2 stand und ich die Durchsage »Grund der Verspätung ist eine Störung im Betriebsablauf« hörte, klang das beinahe ebenso nach einem alternativen Fakt, bei dem ich fühle mich obendrein noch verhohnepiepelt. Vielleicht handelte es sich bei dem Spruch aber auch um Fake-News … oder um eine Werbepause.

Beitragsbild: Warum ich Friseurbesuche hasse

Warum ich Friseurbesuche hasse Sie haben die Macht über deinen Look - und sie wissen es

Der Friseurbesuch ist die Wellness-Oase der Unterschicht. Wer sich keinen Spa-Besuch mit Goldmaske und Champagner schlürfen leisten kann, der lässt sich eben den Kopf massieren und Strähnchen setzen. Wohl dem, der einen Friseur seines Vertrauens gefunden hat. Da wird gewaschen, massiert, geschnitten, gefärbt und geplaudert was das Zeug hält. Typberatung inklusive. Bei einer Trennung bietet sich ebenso die Trennung von der langen Mähne an. Schließlich muss man die innere Veränderung ja nach außen zeigen. Sollte der Ex eine Neue finden, werden Extensions verkauft. Und wenn er sie heiratet wird das ganze Unglück auf dem Kopf blond gefärbt.

Beitragsbild: Verrückte Fakten rund um die Gesundheit

Verrückte Fakten rund um die Gesundheit Wieso Volljährige mehr Kaugummi kauen sollten und mehr

Was wären wir nur ohne diese meist gesichtslosen US-Forscher, die uns nahezu täglich zahlreiche Horrormeldungen liefern? Obdachlosigkeit ist schlecht für die Gesundheit, Rauchen kann Rauchmelder auslösen und das 3 Minuten Tetris sämtliche Lust auf Sex, Nahrung und Alkohol raubt. Erschwerend kommt hinzu, dass wir im Zeitalter von Fake-News leben und somit aus Angst unseren Gameboy nicht mehr mit aufs Klo nehmen.

Es gibt aber auch Fakten über unsere Gesundheit, die in Stein gemeißelt sind und höchstens von der Pharmaindustrie abgewandelt werden können. Es geht dabei um unser Hirn, riechende Omas und den Geschmack von Bahnhofstoiletten – Gesundheit!

Beitragsbild: Das Schweigen der Zufriedenen

Das Schweigen der Zufriedenen Warum nur interagiert wird, wenn etwas schief läuft

Schenken ist ja laut einigen Stand-Up-Comedians nichts für Männer. Wir unaufmerksamen Gemächtträger (das schließt mich mit ein) verzweifeln bereits an der Auswahl und vor allem am Geschenkpapier. In einer solchen Lage fand ich mich wieder, denn ein Präsent für meine Mutter musste verpackt werden. Mit solchen komplizierten Vorgängen bin ich dem Klischee zutreffend schnell überfordert; drum ließ ich es durch geschicktere Hände einer zunächst mitleidig dreinschauenden Mitarbeiterin verpacken, nur um im Anschluss das Unmögliche zu wagen. Ich sagte: »Wow. Danke! Das schaut echt genial aus. Das haben Sie großartig gemacht, da wird meine Mutter Augen machen«.

Beitragsbild: Oder du bist nicht mehr mein Freund

Oder du bist nicht mehr mein Freund Warum man seine Freunde nicht verbiegen und verdrehen sollte

Ein ehemals guter Freund hat eine seltsame Eigenschaft. Er war erst zufrieden, wenn wir uns uns über ein Thema vollkommen einig waren. Alles andere, insbesondere eine eigene Meinung, brachten ihn schnell aus dem Konzept. Dabei ging ich davon aus, dass eine gute Freundschaft sich dadurch auszeichnet, dass man die Marotten des anderen toleriert und auch die absurdesten Entscheidungen akzeptiert. Dennoch kam er als eingeschworener Schalke-Fan nie damit zurecht, dass mir Fußball schon immer am Allerwertesten vorbei ging.

Beitragsbild: Test: Bist Du ein Katzenexperte?

Test: Bist Du ein Katzenexperte? Glänze mit Deinem Fachwissen über Stubentiger und Miezen

Katzenbesitzer sind Sklaven. Sie verbringen als Angestellte des Fellviehs den gesamten Tag mit der Haarentsorgung und der Futterbeschaffung. Vorurteil? Mitnichten. Jeder Katzenfreund wird diese Fakten bestätigen und unter Umständen noch einen drauf setzen – indem sie unter anderem sämtliche Amazon-Kartons vom letzten Weihnachtsfest für den Boss horten.

Beitragsbild: Ich habe Frauen gegoogelt

Ich habe Frauen gegoogelt Der ganz alltägliche Sexismus im Netz und außerhalb

Mein Kumpel braucht dringend eine Freundin. Er fängt schon an, Frauen anzustarren. Normalerweise ist das kein gutes Zeichen. Weil ich mir das Elend nicht länger ansehen wollte, wählte ich den simpelsten Weg, den wir uns alle antrainiert haben, sofern wir etwas suchen. Ich googelte schlicht und einfach nach Frauen. Dazu gab ich das berühmt-berüchtigte Suchfeld auch tatsächlich nur »Frauen« als Suchbegriff ein. Das Ergebnis erstaunte mich. So wurden mir keine neutralen Einträge über Frauen, beispielsweise in der Abteilung News (Stichwort Frauenquote oder Frauen fühlen sich unsicher) geliefert, sondern direkt an erster Stelle: »Blowjob – Was Frauen dabei denken« (Stern). Danach folgt ein YouTube-Video mit dem Titel »6 Fälle von Frauen – Die Männer Vergewaltigt haben!« und an dritter Steller »Was Frauen beim Sex wollen« (Men’s Health).

Beitragsbild: Deshalb kriegst Du nie etwas gebacken

Deshalb kriegst du nie etwas gebacken Warum deine große Vorstellungskraft dich am Erfolg hindert

Ist mir letztens erst passiert: ich stellte mir an einem entspannten Samstagvormittag vor, wie ich den Fußboden meiner Wohnung wischte – intensiv und mit einer extra Ladung Schaum. Als ich wieder in die Realität zurückfand, war die Sonne bereits untergegangen und der Boden dreckig wie Sau. Komisch, irgendwie hatte mich meine Tagträumerei davon überzeugt, dass ich sämtliche nervige Hausarbeiten bereits hinter mich gebracht hätte. Mein Verstand hat mich ganz schön an der Nase herumgeführt.