Monate: März 2017

Beitragsbild: Wenn Männer und Frauen aneinander vorbeitexten

Wenn Männer und Frauen aneinander vorbeitexten »Warum antwortest Du nicht (innerhalb von 5 Minuten)?« und andere Katastrophen

Comedians wie der überdrüssige Mario Barth haben seinerzeit ihre Karriere durch Hervorhebung geschlechtlicher Unterschiede ins Rollen gebracht. Frauen sagen »Nein« wenn sie »Ja« meinen und Männer verstehen nicht die Bohne, blabla. Irgendwie nicht so innovativ oder gar witzig. Außerdem hat diese Art »Humor« etwas in mir bewegt: ich (fremd)schämte mich fortan für Männer-Frauen-Vergleiche und versuchte sie tunlichst zu unterlassen. Findige Kritiker werden innerhalb dieses Blogs sicherlich Passagen finden, in denen ich das eine oder andere Klischee ironisch zum Thema mache, aber hey! Manchmal ist es gar nicht so einfach, gewisse Schubladen zu vermeiden. Besonders, wenn es um das Texten mit dem Smartphone geht. Auch wenn es der Feminist in mir es nicht gerne zugeben mag, aber mit Frauen via Handy zu schreiben ist einfach anstrengend.

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Endlich mal ein Text für echte Männer! Wann ist ein Mann ein Mann und andere Klischees

Hey Bro, fühlst Du Dich hier nicht wohl? Zu viel Jammerei, lästige Emotionen und keine einzige edle Uhren-Werbeanzeige weit und breit? Kein Problem, dieser Text bietet die volle Bandbreite Männerkram. Wir reden über Autos, Fußball, Alkohol und Deinen beschissenen Job. Wenn wir den dritten 15 Jahre alten Scotch hinter die Binde gekippt haben, können wir gerne über Weiber quatschen. Besonders jene, die wir auf YouPorn entdeckt haben. Mit Sicherheit hole ich sogar mein nigelnagelneues Smartphone raus, um Dir meine Plattensammlung auf meinen zweiten Instagram-Account zu zeigen. Beeindruckt Dich nicht? Dann erzähle ich Dir, wie viele Stunden ich diese Woche im Fitness-Studio geschwitzt habe und wie ich meinen Bart so geschmeidig halte. Aber ein Geständnis muss ich Dir machen, wenn wir nach dem fünften Drink hinter uns haben: ich habe gar kein Auto.

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Wie Du trotz Sonne nicht albern wirst Ein paar Sonnenstrahlen sind kein Grund, direkt aus der Haut zu fahren

Wer kennt es nicht? Dieses T-Shirt mit dem Aufdruck »Sonne macht albern«. Meist wird es von Grufties, Metalheads und Goths getragen, weil sie aus Prinzip gegen alles sind, was Endorphine ausschüttet. Gibt es eigentlich auch solche Shirts bezogen auf Schokolade? Egal: wenn die Temperaturen steigen, die Sonne sich durch die Wolken pellt und alle zwecklos auf Grasflächen abhängen wird es für manchen Griesgram schwer, Haltung zu bewahren. Aber betrifft es nur diese Negativdenkenden? Vielleicht hat auch ein Nicht-Schwarzträger mal keinen Bock auf die üblichen Sommerrituale. Die Gründe dafür können vielfältig sein: keine Bikinifigur, Urlaub bei Tante Erna in Castrop-Rauxel oder ein fehlender Balkon. Damit in solchen Situationen der Protest auch deutlich wird, empfehlen sich die folgenden Ratschläge.

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7 Anzeichen, warum Du zu smart für Deinen Job bist Wenn Du Dich während der Arbeit nur mit drei Gallonen Kaffee wach halten kannst

Niemand mag das Gefühl permanent Zeit zu verschwenden. Noch blöder ist es, wenn sich zusätzlich der Eindruck erhärtet, dass zusätzlich jede Menge Potential verschenkt wird. Laut einer Umfrage, die ich mir in diesem Moment ausdachte, nehmen 45% aller Schulabgänger extrem anspruchslose Jobs an, für die man nicht einmal einen Flug- oder Angelschein benötigt. Das bedeutet freilich nicht, dass Leute ohne Abitur per se weniger auf dem Kasten haben als die typischen Turbo-Abi Kandidaten. Jeder kann zu smart für seinen Job sein – überqualifiziert oder einfach nur schlecht vom Jobcenter beraten. Hier sind einige deutliche Anzeichen, dass Du zu viel Hirnmasse für deine Stelle besitzt.

Beitragsbild: Muss ich mich für Bücher schämen?

»Muss ich mich für Bücher schämen?« Die Demotivationfrage zum aussterbenden Hobby Lesen

Kafka hat mal folgenden klugen Satz gesagt: »Ich glaube, man sollte überhaupt nur Bücher lesen, die einen beißen und stechen.« Dieses Bedürfnis mag womöglich abhanden gekommen sein. Wir streben nach Komfort, genauer nach Dingen, die sich durch Knopfdruck erledigen lassen. Bloß keine Anstrengung keine Investition in Form von Zeit! Alles schön easy und vor allem unverbindlich. Unbequemes soll scheinbar – sofern es sich einrichten lässt – ohnehin komplett aus dem Blickfeld verschwinden. Anders lassen sich elektronische Geräte und Haushaltshilfen (wie zum Beispiel Amazon Echo und das iPad) kaum erklären. Wagen wir an dieser Stelle einen Vergleich zum geistig verwandten Thema Zeitung vs. Internet. Während eine Zeitung uns gewissermaßen »ermuntert«, auch die etwas unattraktiveren Artikel zu lesen, bleiben wir online nur an Schlagzeilen hängen. Diese kosten uns höchstens Zeit und nicht Geld, welches wir für die tägliche gedruckte Ration Nachrichten ausgeben würden.

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Früher ging ja mal gar nicht Ein Gastbeitrag von Simon Höckesfeld

»Fucking shit!«, schimpft der Großbauer zu dem Veterinär, der soeben die Ergebnisse seines monatlichen Kontrollbesuchs niederschreibt: Wunde Euter bei 2/3 der Milchkühe. »Meine Melkanlage hat schon wieder Softwareprobleme und saugt meinen Bessies den letzten Tropfen aus den Zitzen. Thanks Obama! Früher war alles Besser! Da war noch nicht alles so kompliziert und man konnte seine Geräte noch selbst reparieren!«, gestikuliert er wutschnaubend. »Heute muss ich erstmal per App einen IT-Menschen rufen, der dann hier erst sechs Wochen später aus seinem Uber aussteigt!«

»Früher«, denkt sich der Tierarzt nur und schaut verträumt auf sein Klemmbrett. Dort sieht er einen kleinen Trecker mitten auf einem Feld, schwarzer Rauch tritt aus dem Motorraum hervor. Unter dem Trecker schiebt sich, ölverschmiert, der Bauer hervor, und schnauzt seine Frau an: »Verfluchter Schlot! Dank dieses verdammten Krieges bekomme ich die richtigen Ersatzteile nicht mehr. Es würde ja gehen, wenn nicht mein ganzes Feld mit Bombenkratern übersäht wäre, und ich mir nicht allenthalben die Achse bräche! Gute deutsche Ingenieurskunst, pah, dass ich nicht lache! Nutzlose Technik! Beim Barte des Führers! Früher war alles besser! Ständig muss ich dieses verfluchte Ding reparieren! Als noch mit Pferden gepflügt wurde, da hatten wir solche Probleme nicht!«.

Beitragsbild: Ohne Google würdest Du stinken

Ohne Google würdest Du stinken Über die häufigsten Suchanfragen zum Thema »Hygiene«

Der Themenkomplex Hygiene ist paradox. Auf der eine Seite gelten Selbstverständlichkeiten, wie das Waschen der Hände vor der Mahlzeit. Auf der anderen Seiten herrscht jedoch allgemeine Verunsicherung, die man wohlwollend als gefährliches Halbwissen betiteln kann. Anders lassen sich einige Suchanfragen kaum erklären, welche man nicht nur auf der Comedy-Seite »GuteFrage.net« nachverfolgen kann. Wie häufig sollte ich die Unterwäsche wechseln? Und die Zähne putzen? Ist Katzenwäsche gesellschaftsfähig?

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Verachtung, die einem ins Gesicht geschrieben steht Resting Bitch Face - Wenn man ständig angepisst aussieht, obwohl man total happy ist

Kristen Stewart hat es, Kanye West hat es, Anna Kendrick hat es und ich sowieso: das ominöse Resting Bitch Face. So beschreibt man einen Gesichtsausdruck, der zwar ohne jegliche Emotionen ist, aber dennoch auf Betrachter genervt, grimmig oder gar aggressiv wirken. Diesen Vorwurf kenne ich nur zu gut; einmal sagte mir eine Bekannte: wenn ich dich nicht kennen würde, hätte ich Angst vor dir. Sie ist mit dieser Vermutung nicht alleine, meist habe ich ganze Zugabteile ganz allein für mich. Entspannend! Das Thema RBF hatte bereits 2015 einen kleinen Hype, als diverse Hollywood-Starlets in die Schublade »Serienkiller-Blick« gesteckt wurden.

Beitragsbild: Quiz: Würdest Du in einem Horrorfilm überleben?

Quiz: Würdest Du in einem Horrorfilm überleben? Teste Dich selbst, ob Du bis zum Abspann durchhalten würdest

Wie oft habt ihr euch einen Horrorfilm gesehen und dabei fassungslos den Bildschirm angebrüllt? Ungefähr so: »Geh da nicht rein! Da ist das Monster drin, du Vollidiot! Nein! NEIN! Okay, tot«. Freunde dieses Genres durchschauen die meist ähnlichen Plots bereits nach wenigen Sekunden und wetten, wer zuerst dran glauben muss. Dies funktioniert am besten in Streifen mit triefenden Monstern, durchgeknallten Serienkillerclowns oder dämonische Erscheinungen, die es bevorzugen, Türen auffallend langsam zu öffnen. Diejenigen, die einen Horrorfilm nicht durch ein Kissen oder eine Decke hindurch schauen, wissen bestimmt, wovon die Rede ist.

Beitragsbild: Wie das Adblock-Verbot entstand

Wie das Adblock-Verbot entstand Oder: wie Verleger sich den Brexit und Trump erklären

Den Alltag in einer Zeitungsredaktion stelle ich mir ungefähr so vor: Chefredakteur Zinnstein rennt mit hochrotem Kopf die Gänge auf und ab und murmelt vor sich hin. Sein gequälter Gesichtsausdruck lässt auf Verdauungs- oder Eheprobleme schließen. Die Mitarbeiter trauen sich vor Angst kaum ihre Blicke von ihren Bildschirmen abzuwenden. Plötzlich bleibt der Boss stehen und brüllt Richtung Papst: »Scheiss Internet! Diese verfluchten Leute mit ihren verfickten eigenen Meinungen! WIR sind die Meinungsmacher! Sie MÜSSEN diese uns abkaufen!« Es folgt betroffenes Schweigen, es rollt ein Dornenbusch durchs Bild und die Volontärin lädt einen Video-Mitschnitt der Szene mit dem Titel »Fremdschämen« hoch.