Schlimme Berufe, die keiner will – zum Beispiel Weihnachtsmann. Wer will schon Jahr für Jahr stets Werbung für Coca-Cola machen und durch Kamine krabbeln?
Das Schicksal unzähliger Familien liegt in seinen Händen. Sollte der Weihnachtsmann dieses Jahr keine Geschenke abliefern, sind Mord und Totschlag vorprogrammiert. Kinder laufen Amok und naschen Crystal Meth statt Schoki, die Ehefrau brennt mit dem Nachbarn durch und der Mann sitzt lethargisch vor dem TV-Gerät, auf dem die große Helene-Fischer-Weihnachtsshow flimmert. Zum Glück ist auf den Weihnachtsmann Verlass, sodass es nicht so enden muss. Erst wenn die unter dem Tannenbaum versammelte Sippe ordentlich mit dem Geschenkpapier rascheln darf, ist die Welt in Ordnung.
Ein Weihnachtsmann braucht ein Gedächtnis wie ein Elefant. Nicht nur, dass man sich jeden noch so dämlichen Namen merken muss! So darf er sich auch keine Zahlendreher bei der Adresse erlauben. Die logistischen Fähigkeiten sind nicht von dieser Welt. Auch wenn man in irgendwelchen Filmen lauter Gnome am Nordpol schuften sieht, liegt ein Großteil der Verantwortung beim Weihnachtsmann. Neben der gewaltigen Übersicht gibt es strenge Auflagen, die zu beachten sind. Ein Weihnachtsmann ist an seinen Vertrag mit Coca-Cola gebunden und darf demzufolge ausschließlich rote Klamotten tragen. Des Weiteren ist ein weißer Rauschebart Pflicht. Bärte sind ja nicht nur unter Hipstern gefragt, wobei da die Farbe den großen Unterschied macht.
Wer eine Karriere als Weihnachtsmann einschlagen möchte, wird sich an die Arbeit unter freiem Himmel gewöhnen müssen. Da Weihnachten üblicherweise in den Wintermonaten stattfindet, sind die Wetterbedingungen bisweilen recht unangenehm. Eisige Kälte, Schneematsch allerorten und von der Sonne keine Spur. Wer sich eh den ganzen Tag vor der Sonne versteckt, könnte hier allerdings seine Bestimmung finden. Klingt wie der Traumjob für Grufties oder Gothics? Nicht ohne Grund!
Als Weihnachtsmann haben notorische Misanthropen meist wenig Kontakt mit anderen Menschen. Man arbeitet zwar für die, muss sie aber zum Glück nie ertragen. Der einzige unerträglich nervige Punkt ist die Abarbeitung der miserabel hingeschmierten und zudem unverschämt dreisten Wunschzettel. Wer einmal mehrere tausende Wunschzettel an einem Wochenende durchackerte hat gelernt, Menschen zu hassen.
Der schlimmste Teil am Job ist aber die Abteilung Marketing und Promotion. Damit die materialistisch veranlagten Leute auch im nächsten Jahr ihr ganzes Geld verjubeln wollen, muss Jahr für Jahr massiv geworben werden. Dafür soll sich der Weihnachtsmann nicht nur überall ablichten und prostituieren, sondern darüber hinaus in Schokoladenform sämtliche Kinder fett und hyperaktiv machen. Diese dürfen sich dann bei absurden Photoshooting-Terminen im Kaufhaus auf den Schoß des Weihnachtsmann setzen, um ihn mit der neuesten Playstation vollzusülzen. Da braucht man Nerven wie Stahlseile. Kein Wunder, dass der Weihnachtsmann zu vermehrten Alkoholkonsum neigt. Kann man es ihm nachsehen? Schließlich rennt ihr auch alle nur auf den Weihnachtsmarkt, um literweise Glühwein zu kübeln.
photo: I Want YOU! by Richard Elzey, CC 2.0
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