Alle Artikel in: Freizeit

Frei-zeit

Substantiv [die]

die Zeit, die einem außerhalb der Arbeitszeit zur freien Gestaltung verbleibt.
“In seiner Freizeit treibt er Sport.”


Die Freizeit beschreibt all die furchtbaren Dinge, die einem nach der Arbeit widerfahren können. Die Möglichkeiten scheinen hier unbegrenzt, da die Freizeitgestaltung – und somit das Unglück – für jedermann frei wählbar scheint. Selbst in den eigenen vier Wänden ist man nicht sicher.

Beispiele für Themen in dieser Rubrik:

Lebensmüde Hobbies, die nicht euch sondern auch eure Umwelt nachhaltig deprimieren
Kulturelle Ernüchterungen, von denen man sich vorher mehr versprach
Feier- und Gedenktage, die man besser schon im Kalender ignoriert hätte
Wein, Weib und Gesang – oder eher Fressen, Saufen und YouTube
Filme, Bücher, Musiken, die Dich zum Schlechten veränderten

Beitragsbild: Rezension "Papa ruft an" von Bastian Bielendorfer

Wenn der Präsident von Klugscheißistan anruft Rezension: »Papa ruft an« - Bastian Bielendorfer

Wenn Papa anruft, sieht man Chewbacca auf dem Handydisplay und hört ein ausdruckstarkes Schmatzen. So werden in Bielendorfers »Papa ruft an« zahlreiche Unterhaltungen zwischen Vater und Sohn eingeleitet. Das Bild wurde heimlich von seiner Frau Nadja aufs Handy gemogelt und sein Vater verschwendet ungern Ressourcen für ein schnödes »Hallo«. Es dauert nicht lange, bis Papa seinem Sohn den Grund des Anrufes nennt. Wahrscheinlich ist irgendwas ordentlich in die Hose gegangen. Das kann zum Beispiel eine überschäumende Waschmaschine sein, die aus der Not heraus mit Shampoo gefüllt wurde oder ein USB-Stick, der zum Aufladen in einer Steckdose landete. Sollte mal nicht der Weltfrieden auf der Kippe stehen, werden alte Fotoalben durchblättert, um den Sohn vor seiner Frau bodenlos zu blamieren. Solchen Sadismus lobe ich mir!

Beitragsbild: Dinge, die ich nicht verstehe: WhatsApp-Gruppen

Dinge, die ich nicht verstehe: WhatsApp-Gruppen

Sophie hat die Gruppe »Drei Todesfälle und eine Hochzeit« eröffnet. Sie kam auf die glänzende Idee all ihre Kontakte zwecks anstehender Hochzeitsvorbereitungen ihrer besten Freundin in eine WhatsApp-Gruppe einzuladen. Natürlich ohne zuvor nachzufragen, ob denn alle möglichen Teilnehmer damit einverstanden wären. Es dauert nicht lange, bis die ersten unfreiwilligen Gruppenmitglieder ihre Verwunderung äußern.

Beitragsbild: Lobhudelei der Primark-Tüte

Lobhudelei für die Primark-Tüte

In Deutschland gibt es gegenwärtig 22 Filialen des Klamotten-Konsumtempels »Primark«. Von innen gesehen haben muss einen solchen Schuppen nicht, jedoch dürften die dazugehörigen Primark-Tüten bekannt sein. Meine erste Begegnung mit der Tüte war vor ein paar Jahren in Köln. Ganze Schwärme von Shopping-Verrückten, die gleich mit mehreren dieser höchst unattraktiven Tasche durch die Einkaufsstraße zogen. Der Werbeeffekt wirkte, die Dinger erregten meine Aufmerksamkeit und ich beäugte seit dem Tage jeden misstrauisch, der damit unterwegs war.

Beitragsbild: Die sieben Todsünden – dargestellt durch Häschen

Die sieben Todsünden – dargestellt durch Häschen

Heute mal ein wenig Vergangenheitsbewältigung. Eigentlich wollte ich ja über Primark-Tüten schreiben, aber das muss nun noch ein paar Tage warten. Beim Stöbern in alten Dateien stieß ich auf alte Zeichnungen von mir, die ich mit dem Programm Paint anfertigte. Mon dieu! War ich am Ende! Sie wirken hastig, talentfrei und vor allem wie unterste Schublade. Aber im Nachhinein wirken die bescheidenen Werke verstörend und belustigend zugleich. Auf den insgesamt sieben Kritzeleien sind die Todsünden zu sehen, veranschaulicht durch Häschen. Keine Ahnung, wann ich sie genau anfertigte, aber es werden gewiss 10 bis 15 Jahre sein.

Beitragsbild: Taste Freeze – Wenn du zu alt für neue Musik bist

Taste Freeze – Wenn du zu alt für neue Musik bist

Mich amüsiert es, wenn Frauen Mitte 30 zu alten Beats vom Wu-Tang Clan abgehen. Ebenso belustigend empfinde ich Männer nahe der Midlife-Crisis, die jeden Riff à la Nirvana mit »DAS war noch Musik!« kommentieren. Sie können nichts dafür, es liegt tatsächlich am fortgeschrittenen Alter. Das Phänomen schimpft sich »Taste Freeze« und umschreibt das Unvermögen, sich ab einem gewissen Alter auf aktuelle Pop-Musik einzulassen.

Beitragsbild: Probleme, die du vor 20 Jahren nicht hattest

Probleme, die du vor 20 Jahren noch nicht hattest

Nicht ohne mein Handy. So könnte man unseren derzeitigen Alltag beschreiben. Immer online, immer in Kontakt und jede Mahlzeit muss vorab fotografiert werden. Wer sehnt sich da nicht zurück? Zu den unkomplizierten Tagen unserer Jugend. Nur eine handvoll Fernsehprogramme, echte Bücher und Menschen, die man vorzugsweise offline traf. Das Neuland bescherte uns lauter unverzichtbare Geräte mit kleinem »i« im Namen, welche unsere Verhaltensweise im Alltag neu ordnete.

Beitragsbild: Dinge, die ich nicht verstehe: Unboxing

Dinge, die ich nicht verstehe: Unboxing Was soll an gefilmter Müllproduktion so spannend sein?

Unboxing? Was soll das sein? Allen Unwissenden möchte ich kurz erklären, was es bedeutet. So werden Online-Videos bezeichnet, in denen einzelne Produkte ihrer Verpackung entnommen und vorgestellt werden. Sprich, man kauft sich beispielsweise ein Smartphone und filmt, wie man es auspackt – begleitet von mehr oder weniger hilfreichen Kommentaren wie »Ein Aufladekabel, wie cool ist das denn!?«

Beitragsbild: Noch mehr unpopuläre Meinungen

Noch mehr unpopuläre Meinungen Weitere Einstellungen, die dich an den Rand der Gesellschaft drängen

Das immer häufiger verwendete Hashtag #unpopularopinions legt den Verdacht nahe, dass kontroverse Meinungen im Trend seien. Anstatt beim Kennenlernen auf das sichere Pferd zu setzen, wird hemmungslos verkündet, dass Nutella nur etwas für Perverse sei. Autsch! Pure Schadenfreude und ein leichter Hang zum Sadismus – anders kann ich mir die Beweggründe für solche unpopuläre Meinungen kaum erklären. Bislang sammelte ich bereits einige kontroverse Thesen, falls einem jegliche Gesellschaft zuwider ist und man Freiräume schaffen möchte.

Beitragsbild: Bestenliste der depressiven Lieder

Die traurigsten Lieder aller Zeiten Welche Songs und Musiker ziehen euch so richtig runter? Stimmt ab!

Musik weckt unkontrollierte Emotionen, die wir uns eigentlich abgewöhnen wollten. Sie lässt uns grinsen wie ein Honigkuchenpferd und zwingt uns zu peinlichsten Moves auf der Tanzfläche. Manche Lieder bringen es sogar fertig, dass wir wie auf Knopfdruck todtraurig werden und zum Trost drei Becher Eiscreme essen. Damit ihr nicht ständig nach Ausreden für solche Zustände suchen müsst, habe ich hier eine Bestenliste der traurigen Lieder zusammengefasst. Die hier aufgeführten Titel könnt ihr sogar nach Belieben upvoten, um euren liebsten Depressionssong an die Spitze zu wählen.

Beitragsbild: 20. Juli - Tag der Weltraumforschung

20. Juli, der Tag der Weltraumforschung

Wie alles begann: Im Hippie-Jahr 1969 entdeckte der der Wissenschaftler Neil Armstrong das Weltall. Vorher dachte man, um die Erde herum wabere eine Äther genannte Flüssigkeit oder es handle sich um eine Art Zelt, das man da oben als Himmel ausmachte. Zugegeben, eigentlich wurde das Weltall bereits viel früher durch den sowjetischen Hund Laika entdeckt, aber da dieser nicht darüber sprechen konnte, beziehungsweise nur mit einem One-Way-Ticket ausgestattet war, hat sich das im kollektiven Bewusstsein der Menschheit einfach nicht so recht verankern können.