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Die Demotivationsfrage

Muss man die Koffeinsucht der Arbeitskollegen aus eigener Tasche bezahlen?

Muss man die Koffeinsucht der Arbeitskollegen aus eigener Tasche bezahlen?

„Irgendwie komme ich auf der Arbeit nicht mehr zurecht. Ständig meckern die Kollegen, dass ich miserablen Kaffee koche. Letztens wurde ich gemobbt, indem ich mit Kaffeefiltern beschmissen wurde. Sogar der Chef droht nun mit einer Gehaltskürzung. Soll ich den finalen Schritt wagen und einen Kaffee-Vollautomaten für das Büro anschaffen?“ Jörg G., Wanne-Eickel

Kaffee war schon immer ein Thema, über das freudigst diskutiert wird. Schwarz? Mit Milch und Zucker? Nur mit Milch, dafür aber ohne Zucker? Bloß kein Filterkaffee! Immer schön Senseo. Oder am besten direkt French Press. Wobei nur ein Vollautomat das wahre Aroma in den Becher zaubern kann. Uff.
Über Geschmacksfragen hinaus folgen Debatten über den Zeitpunkt des Verzehrs. Nie zu spät trinken, denn sonst bekommt man kein Auge zu. Am Morgen macht er allerdings munter – garantiert. Wenn dazu drei Liter nötig sind, dann ist dem halt so. Die weniger Flexiblen beharren auf ihr Kaffeeritual an jedem Morgen. Denn ohne geht gar nichts. Wie soll man es da allen recht machen?

Gar nicht! Denn Sie sind ja nicht in der Pflicht, es allen recht machen zu müssen. Jedoch hätten Sie gerne dieses Erfolgserlebnis. Keiner meckert, keiner kreidet mehr an. Friede, Freude, Eierkuchen. Leider ist das in einer Welt voller Egozentriker nicht möglich. Ein jeder besteht auf seine Individualität, somit haben Sie leider keine andere Möglichkeit, als sich dieser Lawine an Anforderungen zu stellen. Doch bevor Sie untergehen, können Sie sich vielleicht kurz besinnen und sich den Kaffee zubereiten, der Ihnen selbst am besten schmeckt. Natürlich in dem Vollautomaten, den Sie selbst eingekauft haben.

Oliver Peters

Notorischer Schwarzmaler und Weltmeister im »Böse gucken«. Geboren am Niederrhein, verdorben durch den Rest der Welt. Mag Pandas, verabscheut Pendeln. Kontakt: Facebook, Twitter oder Email.

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Veröffentlicht von
Oliver Peters
Schlagwörter: DemotivationsfragenKaffee

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