Monate: Juli 2016

Beitragsbild: Amok und Deutschland ist betroffen – teilweise

Amok und Deutschland ist betroffen – teilweise

Die Welt ist grausam und das wird uns täglich in sämtlichen Medien suggeriert. Schon so lange, dass sich niemand mehr an eine Welt ohne Kriege, Hungersnöte und Naturkatastrophen erinnert. Nur leider haben wir zwischen den täglichen Sorgen, welche Ernährungsform gerade gesund/angesagt ist und ob das Hochzeitskleid nun weiß oder elfenbeinfarben sein soll, keine Zeit für Sorgen der anderen. Bis plötzlich im direkten Dunstkreis ein geistig verwirrter Mensch Amok läuft. Dann ist das schockierend! Die sozialen Medien laufen über vor traurigen Emojis, Radiosender spielen nur noch Musik von Enya und geplante Veranstaltungen werden abgesagt. Deutschland ist in der emotionalen Schockstarre. Einzelne versuchen sich daraus zu lösen in dem sie in blindem Aktionismus Falschmeldungen posten, die sich viral verbreiten. Sicher hilft die eigene Fantasie den Polizeiermittlungen. Immerhin könnte es tatsächlich so gewesen sein!

Beitragsbild: Streitlust - Wieso Streiten gut für die geschundene Seele ist

Streitlust – Wieso Streiten gut für die geschundene Seele ist

Halt die Fresse, du ######! Du jämmerliches Stück ######! Du immer mit deinem ver####### Rumge######! Jetzt geht es mir deutlich besser. Um eine außerordentliche Streitkultur zu etablieren, muss man wohl oder übel auch mal in die untersten Schubladen greifen. Ist schließlich gut für die Seelenhygiene; befördert den angesammelten seelischen Unrat nach außerhalb und man kann endlich wieder aufatmen. Nach einem Befreiungsakt wie diesem sollte man kritische Einwände nicht allzu ernst nehmen. Natürlich werden deine Widersacher behaupten, dass du extrem übertrieben hast – besonders, was deren Mütter angeht. Aber was tut man nicht alles für das eigene Wohlbefinden?

Beitragsbild: Wie du Dritten die Arbeitslosigkeit deines Lovers erklärst

Wie du seine Arbeitslosigkeit erklärst

Sie verliebt sich ausgerechnet in den Typen, der schon immer von einem bedingungslosen Grundeinkommen träumte und deshalb freiwillig auf Arbeit verzichtet. Klar muss sie für alles aufkommen, aber hey – wenigstens braucht sie nicht alleine auf dem Sofa abhängen. Damit deine Freunde und Eltern jedoch in ihrer Neugierde befriedigt werden, brauchst du die passenden Ausreden für dein Techtelmechtel. Mit diesen Ratschlägen wirst du alle von deinem Glück überzeugen, obwohl du dich wie seine Mutti fühlst!

Beitragsbild: Wenn Du diese Dinge kennst, bist Du offiziell alt

Wenn Du diese Dinge kennst, bist Du offiziell alt

Kannst Du die Eingangsmelodie von MacGyver summen? Hast Du mal farblose Pepsi getrunken? Weißt Du, dass die Simpsons ihre Deutschlandpremiere im ZDF feierten? Dann bist Du ganz schön in die Jahre gekommen – um nicht zu sagen kurz vor der Vergreisung. Alt zu sein ist sicherlich keine Schande, doch sagen einige Produkte oder Gegebenheiten, die wir selbst heute noch beim Namen nennen können, etwas über unseren fortlaufenden Verfall aus.

Beitragsbild: 21. Juli – Alle Macht den Drogen

21. Juli – Alle Macht den Drogen

Heute ist der nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige. Stichwort Drogen. Das Wort, bei dem dieser Unterton mitschwingt, den die Muttis einem als Teenager immer warnend zuraunten, wenn man auf Partys gehen wollte. Das Wort, das die Biolehrerin einem präventiv versuchte ins Hirn zu pflanzen, um auf Gefahren hinzuweisen. Das Wort, wegen dem zahlreiche christliche Minderheiten auf den Straßen unterwegs sind, um alle anderen dagegen aufzuwiegeln. Gebracht hat es alles nichts. Jeder konsumiert täglich Drogen. Angefangen beim Kaffee am Morgen bis zur Zigarette danach. Egal ob Zucker, Heroin, Pokémon Go, Ecstasy oder Alkohol. Warum wird man drogenabhängig? Was ist das für eine blöde Frage? Weil es gesellschaftsfähig ist. Jedes Subsystem der Gesellschaft hat dabei seine eigenen abhängig machenden Substanzen. Bei den Werbeagenturen ist Marihuana groß im Kurs, Manager schwören dagegen auf Kokain, paramilitärische Jemeniten kauen Kat, für Kinder, die nicht essen wollen hält die Lebensmittelindustrie eine Menge Rohrzucker bereit und Ärzte nehmen die Pillen, die ihre Patienten nehmen, die gut drauf sind. Kann man sich dem Bann der Drogen entziehen? Wer sozial akzeptiert sein will, muss …

Beitragsbild: Urlaub für Masochisten - Sommerlust oder Reisefrust

Urlaub für Masochisten – Sommerlust oder Reisefrust?

Die Urlaubszeit bricht an und Deutschland ist unterwegs. Denn jeder mag es im Urlaub zu sein, nur dorthin zu kommen gleicht einer Odyssee. Natürlich hat man die Wahl, welches Fortbewegungsmittel man auch immer bevorzugt. Nur leider gleicht es eher der Wahl zwischen Strick und Wasser.

Beitragsbild: Pokémon Go vs. Tinder - Hoch lebe der Sammeltrieb

Pokémon Go vs. Tinder – Hoch lebe der Sammeltrieb

Seit nicht einmal einer Woche werde ich von Meldungen über Pokémon Go terrorisiert. Es fing harmlos an. Sonntag morgens entdeckte ich mitten in meiner Facebook-Chronik einen Beitrag über Überfälle, die bei der Nutzung der App geschahen. Das tat ich noch als Skurrilität ab und widmete mich wieder dämlichen Werbeanzeigen, weil irgendein Troll meiner Freundesliste »Hornbach« mit »Gefällt mir« markierte. Am nächsten Tag nahmen die Meldungen über Pokémon Go zu. Noch mehr Überfälle und schwindelerregende Zahlen über die rasante Verbreitung der App. Es dauerte nur weitere 24 Stunden, da lief mir ein Typ in meinem Alter höchst auffällig über den Weg. Starrte auf sein Handy und schien gleichzeitig etwas zu suchen. Keine Frage – ein weiteres Pokémon Go Opfer. Mittlerweile sind nicht nur meine Chronik, sondern auch die ersten Google-News Seiten vollgestopft mit dem Pokémon Hype.

Beitragsbild: »Wollen Männer nur das Eine«

»Wollen Männer nur das Eine?«

Eine Demotivationsfrage: Möglicherweise hatte ich bisher nicht immer das richtige Händchen bei der Partnerwahl, aber es muss doch mal einer dabei sein, der es bis zum Frühstück mit mir aushält oder wenigstens wartet, bis ich keine Lust mehr habe. Ist mir sowieso schleierhaft, warum so viele Männer von mir nur das Eine wollen. Als feste Partnerin wäre ich total super! Ich trinke sogar an und zu ein Bier (Veltins V+ Curuba) und würde für einen Abend vor der Playstation auf Pilates verzichten. Oder sind in der Hinsicht Hopfen und Malz verloren? Haben Männer von Haus aus Bindungsängste und verzichten lieber auf Zweisamkeit, um sich möglichst oft die Hörner abzustoßen?

Beitragsbild: Ein kurzer Dialog in der S-Bahn zur Zeit

Ein kurzer Dialog in der S-Bahn zur Zeit

Heute wurde ich Zeuge eines Generationenkonflikts. Ich wartete auf die Abfahrt der S-Bahn, in der ich schmökernd hockte, als plötzlich eine lautstarke junge Dame den Wagon enterte. Im Schlepptau ihren Opa. Sie hatte blaues Haar und er trug trotz Sommerwetter einen Regenschirm bei sich. Normalerweise würde so ein Gespann kaum meine Aufmerksamkeit auf sich lenken, aber deren Konversation war zu unterhaltsam. Außerdem finde ich es immer wieder erfrischend, wenn der Nachwuchs ältere Familienmitglieder fragt: Alter, bist du behindert?

Beitragsbild: Kuschelhormon Oxytocin: Angst einfach wegschmusen

Kuschelhormon Oxytocin: Angst kann man nicht wegschmusen

Ich versuche mir das vollen Ernstes auszumalen. Oxytocin soll also die Rettung sein. Der Alltagswahnsinn zermürbt mich und meinen Ruf als Therapie-Tourist habe ich schon lange durch. Bleibt demzufolge nur noch ein Kuschelmeeting. Ein Event, bei dem Ängste, Sorgen und alles sonstigen Probleme weggeschmust werden. Warum nicht einfach sämtliche Verschuldungen, nervige Deadlines und den Frust über laute Nachbarn bedeutungslos kuscheln?