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Spüre die Macht der Gleichgültigkeit Sei nahezu unantastbar mit einer kompromisslosen »Fuck it« Einstellung

Beitragsbild: Spüre die Macht der Gleichgültigkeit

Manche bezeichnen sie als die wahre »dunkle Seite der Macht« – die Gleichgültigkeit. Mit ihr kannst Du Berge versetzen – oder es einfach lassen. Is eh egal.

Fuck it. Fuck dieses, fuck jenes. Lasse reden und pfeif drauf, was die Nachbarn denken. Scheiß auf alles und jeden. Hauptsache, Du unbesiegbar, die können Dir gar nichts. Manch einer kann es kaum fassen und druckst herum: »Das kannst du doch nicht bringen!« Doch, kannst Du. Und wie. Es ist sogar schon lange überfällig.

Gleichgültigkeit will gelernt sein

Leider ist die Option »Mir doch egal« oft nicht motivierend genug, dass es konsequent in die Tat umgesetzt wird. Dabei klingt es wie ein gelebter Traum. Sich nichts mehr zu Herzen nehmen, keine bremsenden Hemmungen und Ängste, sondern endlich das tun, was Du willst. Doch da fangen die Probleme bereits an. Was willst Du überhaupt? Deine neu gefundene Gleichgültigkeit würde mehr wirken, wenn Du realistische Ziele hättest. Bisher ist es so, dass Du zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln Deine Kopfhörer nicht zu laut aufdrehst. Willst ja niemanden auf den Geist gehen. Diese nie eingeforderte Zurückhaltung wird nie quittiert mit: »Danke, Fremder. Dank dir konnte ich konzentriert meine Messages lesen«. Im Gegenteil, es interessiert kein Schwein. Dabei wolltest Du nicht negativ auffallen und ganz allgemein akzeptiert werden. Dass Du im Grunde unsichtbar warst und niemand weder Dich noch Deine Zurückhaltung wahrnahm, ist keine Überraschung. Du konzentrierst Dich zu sehr auf die Meinungen und Vorstellungen anderer Leute. Und wer bleibt bei so einer Sichtweise auf der Strecke? Bingo.

Alle beurteilen sich gegenseitig

Ein paar Fakten: jeder Mensch beurteilt. Man beurteilt die Partner, Berufe, Klamotten, Kinder und sogar die Frisuren der Anderen – manchmal sogar die Höhe des Trinkgeldes. Nichts und niemand ist sicher vor unserem Drang Menschen und Dinge in Schubladen zu packen. Aber bleib gelassen. Auch wenn vielleicht mal was Blödes hinter Deinem Rücken erzählt wird: im Grunde ist es einem Großteil der Menschen egal, ob Du überhaupt existierst. Fakt 2: nicht jeder muss dich mögen. Du will es gerne allen recht machen und »Everybody’s Darling« sein? Sehr gut, dann freunde Dich mit dem Gedanken an, niemals US-Präsident zu werden.

Noch mehr Fakten: es zählen die Personen, die Dich umgeben. Was kümmern Dich die Fremden auf der Straße, denen Du eventuell nie wieder begegnen wirst? Beschäftige Dich stattdessen mit Deinen Freunden, Deiner Familie und Deinen Partnern. Sie kennen Dich und lieben Dich so, wie Du bist. Kein Grund sich zu verstellen oder Deine bescheuerten Kopfhörer leiser zu drehen. Bleibt noch Fakt Nummer 4: Leute, die auf sich selbst vertrauen, schaffen es, die Welt zu verändern. Schau Dir die erfolgreichsten Menschen der Welt an. Niemand hätte je gedacht, dass man mit Fidget Spinnern reich wird.

Sich nicht kümmern kann sexy sein

Falls Du diese Spinner-Teile bescheuert findest, könnte ein anderes Argument ziehen. Wecke den Rebell in Dir und werde etwas interessanter für Deine Umwelt. In einer Zeit™, in der es nur noch Superhelden auf die große Leinwand schaffen, ist Anpassung extrem unpopulär. Stattdessen reizt das Neue, das Gewagte, das Leben am Limit. Ja-Sager besitzen den Sexappeal einer Scheibe Toastbrot. Nun fragst Du Dich, wie Du dieses peinliche »Ja« aus Deinem Wortschatz verbannen kannst. Versuche es mit folgenden ersten Schritten:

Sage »Nein«, wenn Du etwas nicht möchtest. Du bist nicht auf einer Linie mit Hitler, wenn Du etwas verneinst. Es ist vollkommen okay, wenn Du jemanden freundlich vermittelst, dass Du auf gewisse Arten von hirnrissigen Mist keine Lust hast.

Du trägst nicht die Last der Welt auf den Schultern. Auch wenn Du es manchmal gerne glauben magst: aber Du bist nicht der Mittelpunkt der Erde und somit wird unser blauer Planet nicht direkt im schwarzen Loch verschwinden, nur weil Du mal nicht zur Stelle warst. Fuck dieses »Eben mal schnell die Welt retten«.

Keiner kann Gedanken lesen. Ein großer Irrglaube ist die Annahme, dass man gewisse Reaktionen einschätzen kann. In Wahrheit kann das niemand von uns. Andernfalls gebe es keine Diskussionen, Scheidungen oder Weltkriege.

Vergiss den Schnee von gestern. Du kannst die Vergangenheit bekanntlich nicht ändern, es sei denn, Du bist Marty McFly. Höre auf, Dir die Probleme und Fehler aus vergangenen Tagen regelmäßig vor Augen zu halten, sonst wird der nächste Shitstorm Dich eiskalt erwischen.

Vermeide Leute, die Dich permanent runterziehen. Erklärt sich von selbst: Menschen, die einem stets die Laune verderben, haben nichts in Deinem Alltag verloren. Die einzige Ausnahme: Miesepeters. Und wenn Du anderer Meinung sein solltest: Fuck it.


Letzte Bearbeitung war am 05.07.2017

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