Autor: Oliver Peters

Beitragsbild: Noch mehr missverstandene Songtexte

Noch mehr missverstandene Songtexte

Wer zuletzt auf der Suche nach einem lässigen Radiosender an der zeitgenössischen Musik verzweifelte, muss sich nicht wegen seines Alters schämen. Eine Analyse aktueller Musik behauptet, dass die Songtexte der größten Charts-Erfolge auf Grundschul-Niveau angesiedelt sind. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum immer mehr Liedtexte falsch interpretiert oder gar nicht erst verstanden werden. Falls Du also keinen blassen Schimmer hast, warum Rihanna immer »I won’t chew the steak« statt »I want you to stay« nuschelt, bist Du in bester Gesellschaft. Ich präsentierte an dieser Stelle bereits die Top 10 der missverstandenen Liedtexte, die quasi nach einer Fortsetzung schreiten. Wie zuvor möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich warnen. Keiner der hier genannten Songs wird von Euch jemals wieder so gehört werden wie bisher.

Beitragsbild: Work-Life-Blending - Schuften ohne Grenzen

Work-Life-Blending – Grenzenlos schuften

Freizeit ist etwas für Waschlappen. Wer mit beiden Beinen im Leben stehen möchte, schafft sich die optimale Work-Life-Balance, indem er Freizeit und Arbeit miteinander verschmelzen lässt. Das verbirgt sich hinter dem Schlagwort »Work-Life-Blending«, ein Zustand ohne Feierabend und einem Überstundenkonto, welches aus allen Nähten platzt.

Beitragsbild: Das Internet machte den Aprilscherz kaputt

Das Internet machte den Aprilscherz kaputt

Der erste April ist da und alle wissen Bescheid. Selten erschienen die Leute so abgeklärt und unsympathisch wie heute, wenn es um den alljährlichen Aprilscherz geht. Anstatt sich der Blöße hinzugeben, dass sie auf den einen oder anderen Scherz reingefallen sind, empören sie sich entnervt darüber, wie zeitraubend und unnütz dieser aufgezwungene Humor sein soll. Diejenigen, die den Klamauk vorab entlarvten, spielen sich als Spaßbremse auf, indem sie via Kommentar den Gag spoilern. Dabei zeigen uns solche Reaktionen nur, wie unflexibel und unentspannt wir aktuell auf ungeplante Anforderungen reagieren. Beziehungsweise … es offenbart den mächtigen Stock, den wir in unseren Ärschen umhertragen.

Beitragsbild: Wir waren glücklich, dann kam Facebook

Wir waren glücklich, doch dann kam Facebook

Versetzen wir uns kurz zurück in das Jahr 1996 und betrachten das fiktive Pärchen Nicole und Stefan. Eurodance, Klonschaf Dolly und Helmut Kohl waren angesagt, man starrte während der Zugfahrt nicht auf das Smartphone, sondern aus dem Fenster. Nicole hampelt voll herum, weil Stefan gerne mit seinen Kumpels einen trinken gehen möchte. Sie ist von Natur aus eifersüchtig und geht davon aus, dass Stefan mit jeder in die Kiste springt, die ihn zu »Rhythm Is A Dancer« antanzt – selbst mit der Klofrau.

Beitragsbild: Liveticker - Meinungsmache im Sekundentakt

Liveticker – Meinungsmache im Sekundentakt

Sicherlich, die Medienkonzerne wollen auch nur überleben. Deshalb schalten sie Live-Blogs und Liveticker, um die Massen an ihren Rechnern und Smartphones zu halten. Bloß nichts verpassen, immer mittendrin. Der makabere Idealfall tritt ein, wenn im Zuge eines Ereignisses oder gar einer Katastrophe die Bürger alles stehen und liegen lassen, um die Live-Berichterstattungen ihrer favorisierten Medienanstalt zu konsumieren oder garniert mit einem Hashtag zu verbreiten. Gewinner ist derjenige, der zuerst Bescheid weiß.

Beitragsbild: Mein Körper, mein Konsumtempel

Mein Körper, mein Konsumtempel

Kennst Du das Gefühl, wenn Du in der Warteschlange des Supermarktes verweilst, während vor Dir eine unförmige Person ihren Einkaufswagen voller Junkfood und Süßkram angestrengt umher schiebt? Angewidert bist Du, denn Du bist nicht nur eine hochmotivierte Sportskanone, sondern isst nur supergesundes Gemüse vom Biobauern. Wie kann man sich nur so ein Teufelszeug in den Rachen schieben und dann nicht einmal direkt aus Schuldgefühlen heraus joggen gehen? So etwas ist doch unnatürlich und Gift für den Körper! Schlechte Nachrichten für Pilates-Mäuschen und Disco-Pumper: Wenn hier etwas unnatürlich ist, dann ist das euer Körper- und Fitnesswahn. Also rollt euch Yoga-Matten zusammen und schenkt eure Chia-Samen dem nächsten Wellensittich.

Beitragsbild: Stresstest für die Beziehung - Der erste Pups

Stresstest für die Beziehung – Der erste Pups

Tabuthema Verdauung. Man spricht nicht darüber, deshalb setzen sich am Ende die Klischees durch. Frauen pupsen nicht, Männer sind nach jedem Furz stolz wie Oskar. In einer Partnerschaft ist voreinander Pupsen die entscheidende Hürde, ob es eine langfristige Geschichte wird oder es sich nur um heiße Luft handelt. Man könnte behaupten, dass ein versehentlicher Pups der Eisbrecher schlechthin sein könnte, wenn nicht so viel Beklemmung herrschen würde.

Beitragsbild: AfD Protestwähler - Der Wahl-O-mat ist schuld

AfD Protestwähler – Der Wahl-O-Mat ist schuld

Im Zuge der Landtagswahlen am vergangenen Sonntag ist das Entsetzen in den Medien und den sozialen Kanälen groß. Neben Rheinland-Pfalz und Baden-Würtemberg erhielt die Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen-Anhalt so viele Stimmen, dass zahlreiche sächsische Bürger seitdem krampfhaft versuchen, ihren Dialekt zu vertuschen. Oftmals fiel in den Berichterstattungen der Begriff »Protestwähler«, um die Gruppe zu betiteln, die das tut, was man nicht von ihr erwartet – nämlich wählen zu gehen. Wie geht ein sogenannter Protestwähler vor? Er wählt ja gewiss nicht die nächstbeste Partei, deren Logo am ehesten an Amazon erinnert, oder? Wahrscheinlich nutzt er neben seinem Stammtisch auch Utensilien wie den allseits bekannten Wahl-O-Maten. Unwissenden sei es in einem Satz erklärt: die App, welche frei im Netz aufrufbar ist, legt einem nach der Bearbeitung von 38 unterschiedlichen Thesen die passende Partei ans Herz.

Beitragsbild: Biofeedback - den Schmerz einfach wegdenken

Biofeedback – den Schmerz einfach wegdenken

Es klingt beinahe zu einfach, um effektiv zu sein. Laut der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback soll man seine Schmerzen einfach wegdenken. Genauer gesagt, soll er sich zum Beispiel vorstellen, in eine Badewanne mit unzähligen Eiswürfel zu steigen – fast ein wenig wie Putin. Alleine dieser Gedankengang soll dem eigenen Körper signalisieren, dass notorische Schwitzer gar keinen Grund haben, übertriebene Schweißflecken zu bilden. Schließlich ist man im Geiste gerade auf einer Eisscholle unterwegs.

Beitragsbild: Wie mein Marmeladenbrot das Internet sprengte

Wie mein Marmeladenbrot das Internet sprengte

Neulich ist mir etwas sehr Dummes passiert. Mir ist aus Versehen ein Marmeladenbrot auf den Boden gefallen. Davon abgesehen, dass mein Frühstück nun mit Wollmäusen angereichert wurde, hatte der Vorfall schwerwiegende Folgen, die ich nicht kommen sah. Das Unglück nahm seinen Lauf, als ich während meines Frühstücks den Rechner einschaltete, um das allgemeine Geschehen auf Facebook und Co. zu verfolgen. Was ich dort las, konnte ich anfangs gar nicht glauben. In dicken fetten Lettern hatte eine mir unbekannte Trulla folgende Frage in der lokalen Gruppe gestellt: »Habt ihr gerade auch den Knall gehört?« Meinte die etwas mich? War mein Brot mit so einem Rums zu Boden gekracht, dass die Nachbarschaft erschüttert wurde?