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10 Dinge, die ich denke … aber nie laut aussprechen würde

Beitragsbild: 10 Dinge, die ich denke … aber nie laut aussprechen würde

Jeder kennt diese Problematik: wenn Dich etwas wurmt, doch Du es aus Höflichkeit nicht aussprechen möchtest. Hier kann man es zumindest nachlesen.

Manchmal hat man so Tage, an denen man vor Wut überschäumt. Jeder geht einem auf die Nerven, alles wird irgendwie zu viel und man möchte nur noch schreien. Die Gründe dafür sind offensichtlich: andere Leute. Seinem Zorn Ausdruck zu verleihen ist aber gar nicht so einfach. Schließlich möchte man zwar seinen Ärger kundtun, aber nicht unbedingt verletzen oder für Irritationen sorgen. Also kneift man sich so manche Ansage und atmet tief durch – nach dem Motto »Das wird schon«. Die folgenden Aussagen sind unausgesprochene Wutanfälle, die ich niemals laut äußern würde. Jedoch lagen sie gewiss bereits auf meinen Lippen. Ich würde sogar mehr als 10 Punkte auflisten, doch das sollte genug Schimpferei für den Anfang sein.

Nimm Dein Kind bzw. Handy und geh

Dein Kind ist hässlich. Dieser kleine unfähige Fleischberg soll niedlich sein? Es kann sich nicht artikulieren, kann nicht einmal laufen und hat keine Haare auf dem Kopf. Das Ding soll mir die Rente sichern? Es sabbert nur vor sich hin steckt sich wahllos Gegenstände in den Mund. Doch das Schlimmste ist der auferlegte Zwang, meine Sympathie ausdrücken zu müssen: »Oh, wie niedlich! Ganz der Papa!« Warum muss ich lügen? Hättest Du Dir mal einen Welpen geholt, der ist wenigstens flauschig.

Bitte sprich mich nicht an. Ernsthaft, geh weg. Deine inhaltslosen Anekdoten eignen sich vielleicht für ein peinliches Fahrstuhl-Gespräch, aber ich muss Dein Mitteilungsbedürfnis nicht befriedigen. Deine Lebensgeschichte? Nach 10 Minuten Bekanntschaft, ernsthaft? Habe ich irgendwie »Sprich mich an« auf der Stirn stehen? Wenn Du mich verdammt häufig eine Pinkelpause einlegen siehst, kannst Du es als Flucht betrachten. Bitte sei fertig, wenn ich wieder da bin. Noch besser: such Dir ein anderes Opfer.

Dein(e) Freund(in) ist komisch. Warum verhältst Du Dich in seiner/ihrer Gegenwart wie ein Vollhonk? So verzweifelt kannst Du doch gar nicht sein.

Leg endlich Dein verf****** Handy weg. Falls Du es nicht bemerkt hast: wir führen gerade eine Konversation. Und nein, mich interessiert nicht, was Bobby, Chantal und Klaus-Jürgen gepostet haben. Du musst auch kein Selfie von uns posten, um der Welt mitzuteilen, wie viel Aufmerksamkeit wir brauchen.

Wann wirst Du endlich wieder normal?

Du bist hier nicht alleine. So fett ist Dein Arsch auch nicht, dass Du den gesamten Weg versperren musst. Ich weiß sowieso nicht, wie Du auf die schwachsinnige Idee kommst, dass die Schlange hinter Dir gerne wartet. Schau Dich um, verdammt noch mal. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Hirnmasse jedes Einzelnen schrumpft, je mehr Leute ihn umzingeln. Schwarmintelligenz? Von wegen.

Dein Lifestyle nervt. Super, Du lebst vegan, bist immer positiv und gehst täglich ein paar Kilometer laufen? Ich freue mich für Dich, wirklich! Damit hast Du perfekt Deine Vorbilder kopiert. Es hätte aber voll und ganz genügt, es einmal zu erwähnen. Damit wärst Du ohnehin auf meiner offiziellen Liste der Superspießer gelandet. Dass ich mir nun beinahe täglich diese »Guck-wie-geil-ich-bin« Leier antun muss, empfinde ich als Quälerei. Abo canceled!

Kein Wunder, dass er/sie sich nicht mehr meldet. Ich kenne Deine Marotten und kann nur zu gut nachvollziehen, warum Du nun stundenlang erfolglos auf Dein Handy starren musst. Er/Sie kapierte es rechtzeitig und suchte das Weite. Vielleicht wirst Du nun endlich wieder normal.

Ich weiß, dass Du gefurzt hast. Ich tue zwar so, als ob alles okay sei – doch meine Augen brennen! Dein Methan-Ausstoß könnte bei der richtigen Anwendung als Biogas für erneuerbare Energien bis zu drei Bundesländer versorgen.

Mache Dich nicht immer selbst zum Opfer. Du bist einfach nur mimimi und stinkefaul.

Nur weil Du ein Kind hast, bist Du keine Superheldin. Ja, Du hast dich fortgepflanzt, Bravo! Schön, dass Du die dazu nötige Technik am Ende doch verstanden hast. Nun wäre es noch angebracht, Dich nicht auf diesem Erfolg auszuruhen. Zum einen solltest Du den nichtsahnenden Nachwuchs nicht als universell einsetzbares Schutzschild missbrauchen, zum anderen ist ein Kinderwagen keine Lizenz zur praktizierten Intoleranz.


Letzte Bearbeitung war am 13.05.2017

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