Autor: Oliver Peters

Beitragsbild: Noch mal mit weniger Gefühl

Noch mal mit weniger Gefühl

Letztens auf der Arbeit öffnete ich den Kühlschrank und musste feststellen, dass jemand meinen Pudding gegessen hatte. MEINEN PUDDING. Es entflammte eine ungesunde Mischung aus Hysterie, Versagensangst und Mordlust in mir, die ich nur schwer unterdrücken konnte. Diesen Nierenschlag gegen mein Puddingverlangen konnte ich nicht an mir abprallen lassen. Kam eh nur ein Verdächtiger in Frage, und zwar Holger. Der ist so abgewichst, dass der auch hemmungslos Kugelschreiber klaut und anfallenden Müll nicht trennt. Drum stiefelte ich zu seinem chaotischen Schreibtisch, baute mich auf und sprach mit drohender Stimme: »HOLGER! Haben Sie meinen Pudding gegssen?« Seine Antwort widerte mich an: »Ich hatte heute erst eine Pampelmuse und deshalb Hunger!«

Beitragsbild: Brauchbare Denkanstöße für das nächste Sommerloch

Denkanstöße für das Sommerloch

Es ist zu heiß. Zu heiß zum Denken, zum Aufstehen und für alles andere sowieso. Während ein Teil von uns eine erweiterte Siesta zelebriert, nennt man eine solche Stagnation in der Medienwelt »Sommerloch«. Diese Auszeit beschert uns bekloppte Schlagzeilen wie »Ed Sheeran verlegt sein Konzert auf den Ikea-Parkplatz in Wuppertal« oder »Karpfen mit Trump-Frisur in Moskau gesichtet«. Die Franzosen sagen la-morte saison, die Finnen m adiät adiäkuun juttu. Bei derart hohen Temperaturen passiert nicht viel, warum also nicht die Zeit nutzen, um ein wenig zu reflektieren? Über die wichtigen Fragen des Lebens, über nie erledigte Vorhaben und den Sinn von Avocado-Frischhalteboxen?

Beitragsbild: Mein Vorschlag für ein »Taxi Driver« Remake

Mein Vorschlag für ein »Taxi Driver« Remake

Saxofonsound, versiffte Rückbänke und seltsame Frisuren sind womöglich nicht jedermanns Sache. Ich für meinen Teil aber liebe »Taxi Driver«, ein Film ganz nach meinem Geschmack. Sei es die depressive Grundstimmung oder das verhunzte Date im Pornokino, kaum ein Streifen spricht den Misanthropen in mir so treffend an wie der Klassiker von Regisseur Martin Scorsese. Ich sollte dankbar dafür sein, dass Hollywood bislang nicht ernsthaft in Erwägung zog, ein Remake zu drehen. Oder gar eine Serie über Travis Bickles Tage in Vietnam (»Buckkle up, Bickle!«) auf die Beine zu stellen. Schlimmer wäre nur noch ein YouTube-Channel mit dem Namen »You talking to me?«, auf dem New Yorker Taxifahrer zum Friseur geschickt werden. Sollte die Vernunft eines Tages am Ende und wider Erwarten ein Neuauflage gefragt sein, möchte ich jedoch ein paar meiner Ideen beisteuern. Obwohl bei meinen Überlegungen kein kompletter Entwurf eines Drehbuchs zustande kam, habe ich dennoch zahlreiche Einfälle, um den Plot an die heutige Zeit anzupassen. Um einen Vergleich zur originalen Handlung zu vereinfachen, orientierte ich mich an dem Wikipedia-Eintrag zum Film »Taxi Driver«. Der vielleicht gewagteste Vorschlag meinerseits ist ein neuer Titel für eine Remake: »Irgendwas mit Medien«. Denn welcher unserer bequemen Studenten will heutzutage noch am Steuer eines Taxis sitzen?
Saxofonsound, versiffte Rückbänke und seltsame Frisuren sind womöglich nicht jedermanns Sache. Ich für meinen Teil aber liebe »Taxi Driver«, ein Film ganz nach meinem Geschmack. Sei es die depressive Grundstimmung oder das verhunzte Date im Pornokino, kaum ein Streifen spricht den Misanthropen in mir so treffend an wie der Klassiker aus der Hand von Martin Scorsese. Ich sollte dankbar dafür sein, dass Hollywood bislang nicht ernsthaft in Erwägung zog, ein Remake zu drehen. Oder gar eine Serie über Travis Bickles Tage in Vietnam auf die Beine zu stellen. Schlimmer wäre nur noch ein YouTube-Channel mit dem Namen »You talking to me?«, auf dem New Yorker Taxifahrer zum Friseur geschickt werden.

Sollte die Vernunft eines Tages am Ende und wider Erwarten ein Neuauflage gefragt sein, möchte ich jedoch ein paar meiner Ideen beisteuern. Obwohl bei meinen Überlegungen kein kompletter Entwurf eines Drehbuchs zustande kam, habe ich dennoch zahlreiche Einfälle, um den Plot an die heutige Zeit anzupassen. Um einen Vergleich zur originalen Handlung zu vereinfachen, orientierte ich mich an dem Wikipedia-Eintrag zum Film »Taxi Driver«. Der vielleicht gewagteste Vorschlag meinerseits ist ein neuer Titel für eine Remake: »Irgendwas mit Medien«. Denn welcher unserer bequemen Studenten will heutzutage noch am Steuer eines Taxis sitzen?

Beitragsbild: Danke Merkel und weitere sinnlose Kommentare

»Danke, Merkel!« und weitere sinnlose Kommentare

Gestern war nicht mein Tag. Nicht nur, dass ich meine Unterbuchse verkehrt herum anzog. Nein, ich stürzte versehentlich die Treppe hinunter, schickte dummerweise einer Ex eine Freundschaftsanfrage und schnitt mich ganz böse am Kopierpapier. Danke, Merkel! Natürlich hätte ich auch die Schuld bei mir selbst suchen können, aber aufgrund meiner blinden Wut musste ratzfatz ein Sündenbock her. Wer eignet sich da besser als unsere Bundeskanzlerin? Sie ist es ja gewohnt; täglich bedanken sich tausende übersehene Aushilfspolitiker bei ihr, ersparen sich und uns zeilenweise Hate-Speech, indem sie uninspiriert »Danke, Merkel« schreiben. Oft frage ich mich, ob ein paar besonders Clevere ihren Lieblingsspruch via Copy-Paste zwischenspeichern, um jederzeit und blitzschnell mitreden zu können.

Beitragsbild: Hilfe! Meine Einkäufe sind mir peinlich

Hilfe! Meine Einkäufe sind mir peinlich

Supermärkte müssen von Satan höchstpersönlich erfunden worden sein. Du könntest den besten Tag ever erleben, zehn Minuten im Konsumtempel genügen und dir wird schlagartig bewusst, warum du sonst ungern vor die Türe gehst. Bei mir kommt neben den üblichen Qualen wie Enge, unfreiwilliger Menschenkontakt und Geldschwund noch ein weiteres Problem hinzu: ich glaube, die Anderen begaffen meine Einkäufe. Schlimmer noch, sie inspizieren jede einzelne Ware im Einkaufswagen und werfen mir verächtliche Blicke zu. Man kann den Fieslingen ihre Vorurteile problemlos von der Mimik ablesen: »Eine Currywurst für die Mikrowelle. Fett UND faul, war ja klar«.

Beitragsbild: Schlimme Berufe: Dixi-Klo-Manager

Schlimme Berufe: Dixi-Klo-Manager

Wir schreiben das Jahr 1973. Der in Deutschland stationierte amerikanische Soldat Fred Edwards hatte die Nase voll von widerlichen Gerüchen und Flatulenzen während des Manövers und pochte auf eine gewisse Privatsphäre. Von seinen Kameraden spöttisch als »Heimscheißer« beschimpft, schloss sich Hobbybastler Edwards in seiner Garage ein, um die erste mobile Toilette zu kreieren. Er taufte das Gestell »Dixi« und der Rest ist Geschichte. Mittlerweile sind die drolligen blauen Toilettenkabinen zum festen Bestandteil jedes Festivals geworden. Alleine beim »Rock am Ring« sollen um die 800 stille Örtchen platziert sein, um zwischen harten Riffs und satten Beats kurz einen Quickie zu zelebrieren. Moment, Sex in Toilettenkabinen? Igitt. Soll es aber laut Express geben. Fast 10 Prozent sollen gegen ein Techtelmechtel auf dem Plastiklokus nichts einzuwenden haben. Manchen kann es scheinbar nicht schmutzig genug sein.

Beitragsbild: Sag doch einfach »Schmetterling« statt »Scheiße«

Sag doch mal »Schmetterling« statt »Scheiße«

Meine Freundin und ich wollten den Hass aus unserem Leben streichen. Ständig das Gefluche über alles und jeden zerrte an unseren Nerven. Wenn ich zum Beispiel nachhaltig verstört aus der U-Bahn kroch, fluchte ich wie ein Rohrspatz. Arsch hier, Fuck da. Fallt um, ihr Opfer! Und sowieso stinken alle nach Pups??? Solche Aussagen drückten etwas die Stimmung. Hinzu kam, dass meine nicht zu überhörenden Aggressionen hoch ansteckend waren, sodass am Ende sogar meine bessere Hälfte über Belanglosigkeiten motzte. Ich fühlte ich schuldig, wenn ich sie dabei beobachtete, wie sie einem harmlosen Brötchen verbal zusetzte: »Du Dreckssemmel! Warum bist du scheißehart?!

Beitragsbild: Wann kommt der erste DIY Mittelaltermarkt?

Wann kommt der erste DIY Mittelaltermarkt?

Aus Prinzip schiebe ich für jeden absurden Trend Hollywood die Schuld in die Schuhe. Den Fitness-Studio-Wahn haben wir den muskelbepackten Superhelden-Verfilmungen zu verdanken und das Vermenschlichen von Tieren geht auf Disneys Kappe. Demzufolge mache ich die Fantasyreihe »Herr der Ringe« für das Phänomen Mittelaltermarkt verantwortlich. Trendbewusste Trödermärktler und Fressbudenbesitzer hatten seinerzeit den richtigen Riecher und setzten neben angesagten Produkten wie Fleischspieße und Trinkhörner auf Fellkleidung und Rauschebart. Dazu gesellen sich ein klopfender Schmied und eine dudelnde Mittelalterband samt Pauke und Elfenohren. Ein Spaß für die gesamte Familie! Die Kinder müssen nicht bekocht werden, aber streicheln dafür jede Menge Ziegen, während die Erziehungsberechtigten genüsslich eine Gallone Met schlürfen. Skål!

Beitagsbild: Gewagte Rollenspiele, die nachhaltig verstören

Gewagte Rollenspiele, die nachhaltig verstören

Nehmen wir für einen kurzen Augenblick an, dass dein Liebesleben am Nullpunkt angekommen ist. Finito. Tote Hose im Schlafzimmer. Kein Bunga Bunga, sondern Barbie und Ken machen Urlaub auf dem Ponyhof. Was tust du? Zum Glück gibt es das Internet. Wie bei allen wichtigen Fragen des Alltags (siehe »Wie binde ich eine Krawatte« oder »Wie werde ich Bauchfett los«) muss die Suchmaschine auch bei intimen Themen die Antwort wissen. Tippe locker aus der Hüfte heraus die Worte ein: »Mehr Spaß am Sex«. Sei aber gewarnt: dort wirst du mit Sicherheit erfahren, dass du dich für deinen nächsten Orgasmus als Krankenschwester verkleiden musst – an einem öffentlichen Ort wie einer Bushaltestelle.

Beitragsbild: »Muss ich mit dem Partner den Netflix-Account teilen?«

»Muss ich mit dem Partner den Netflix-Account teilen?«

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Nur weil Sie womöglich ein Bett mit Ihrem Liebsten teilen, bedeutet das noch lange nicht, dass er die tiefe Meta-Ebene der Gilmore Girls je begreifen will bzw. wird. Das heißt im Klartext: einer hat immer das Nachsehen, es sei denn, es werden zusätzliche Bildschirme bemüht, um parallel miteinander getrennt vor flimmernden Bildern abzuschalten.