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Einloggen mal anders: die Zukunft des Sex Über Robotergefummel, Cybersex und VR-Puffs

Beitragsbild: Einloggen mal anders: die Zukunft des Sex

Bilüp, tütntüt, schlüüürps, die Zukunft des Sex erinnert an Westworld und wird uns Roboterbeischlaf auf Knopfdruck bescheren. Please stand by.

In unzähligen Sci-Fi Verfilmungen wird die Bedrohung der Menschheit durch künstliche Intelligenz bzw. durch durchgedrehte Roboter thematisiert. Bislang wurde prüde und verklemmt der Bereich Sexualität außer Acht gelassen. Dabei ist die Vorstellung des menschlichen Ablebens in Bezug auf Robobeischlaf nicht einmal abwegig. Die Zukunft des Sex wird bestimmt durch Roboter, Hologramme und virtuelle Realitäten. Man stelle sich vor, der immer weiter verbreitete Staubsaugerroboter übernimmt die lästige Onanie, die Drone projiziert einsatzbereite Pornostars ins Schlafzimmer und das Virtual-Reality-Bordell lädt täglich zur Happy-Hour ein. Übertrieben? Sag das den Leuten, die bereits jetzt Sex mit stinknormalen Staubsaugern haben.

Digital statt oral: Sex auf Knopfdruck

Eins haben diese Sextechniken der Zukunft gemeinsam: man kann sie auch alleine im stillen Kämmerlein durchführen. Kein stundenlanges Gewische bei Tinder, keine durchzechten Nächte mehr in abgefuckten Kneipen. VR-Brille auf, Hose runter und ab geht die Post. Hat den kleinen aber entscheidenden Nachteil, dass das Fortbestehen der Menschheit durch mangelhaften Sozialkontakt stark beeinträchtigt wird. Keine Kinder, keine Zukunft. Die Maschinen brauchen keinen Terminator, um uns auszulöschen; sie brauchen nur jederzeit verfügbare Sexangebote.

Bereits jetzt sind erschreckend realistische Roboter in der Entwicklung, die ausschließlich der sexuellen Befriedigung dienen sollen. Allen voran »Realbotix«, eine Sexpuppe, mit der man dank künstlicher Intelligenz sogar einheizenden Smalltalk führen kann. 60.000 Dollar soll der Spaß kosten. Sollte man irgendwann keine Lust mehr auf Blondinen verspüren, lässt sich der Kopf abschrauben und durch einen anderen Look ersetzen. Es gibt sogar einen Knopf zum Ausschalten. Das Reizen und der Flirt müssen weichen; statt Verführen und intensivem Blickkontakt gibt es in der Zukunft nur noch Dirty-Talk auf Ansage und kühles Silikon. Nicht einmal eine Tanzeinlage mit Striptease kommt mehr in Frage, da Sexroboter höchstens den Robot Dance beherrschen.

Beunruhigende Ehehygiene der Zukunft

Werfen wir aber einen Blick in die Gegenwart. Es gibt bereits heutzutage verstörende Sex-Trends, die vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. Ein im Vergleich harmloses Beispiel wären die verruchten Angebote des Onlineübernachtungsdiensts Airbnb. Da ist es nicht ungewöhnlich, wenn Unterkünfte für Schäferstündchen oder gar Orgien vermietet werden. Manchmal entstehen daraus sogar frivole Filmchen, die man sonst nur auf einschlägigen Pornofilm-Seiten findet – wenn der Gastgeber das Liebesspiel heimlich gefilmt hat.

Ein anderes Beispiel wäre das Sextoy »We-Vibe 4 Plus«, ein ausgezeichnetes Spielzeug für Paare, welches sogar via App gesteuert werden kann. Das ermöglicht dem Hersteller, jeden Gebrauch des Geräts zu protokollieren und somit astreine Bewegungsprofile der horizontalen Art zu erstellen. Da müssen Google und Amazon noch etwas nachbessern. Deren Produkte »Amazon Echo« und »Google Home« werden wohl zukünftig jedes Techtelmechtel mitbekommen, von unseren Smartphones (Stichworte Sexting und Selfies) ganz abgesehen. Ist das Zukunftsmusik (an der Stelle habe ich mir den Ausdruck Fiktion verkniffen, höhö) oder bereits Alltag? Wie dem auch sei: besonders Ungeduldige können sich flach auf den Boden legen und warten, bis der Staubsauger anrollt.


Letzte Bearbeitung war am 23.02.2017

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