Autor: Benjamin Baeder

Beitragsbild: 24-april-der-tag-des-versuchstiers

24. April, der Tag des Versuchstiers Ein verspäteter Aprilscherz

Sinnlos stehen die Nashörner in der Steppe herum. Unter ihnen befindet sich wertvoller Boden, der als Ackerland für Rinder amerikanischer Fastfoodketten verwendet werden könnte. Eine Gruppe Pinguine, dicht gedrängt in der Kälte des südlichen Polarkreises. Das Eis unter ihren Füßen würde sich in kleine Würfel gehackt und mit etwas Minze hervorragend in einem Cubra Libre machen. Faul räkelt sich das Krokodil im Flussbett, dessen Wasser man stattdessen auch zum Autowaschen verwenden könnte. Was also tun mit dem dämlichen Viechern, die uns diese wichtigen Ressourcen streitig machen? Die wissenschaftliche Antwort auf diese Frage ist ganz klar: Tierversuche.

Beitragsbild: 30. Februar (in Schweden)

30. Februar (in Schweden) Ihr macht euch die Welt widdewidde wie sie euch gefällt

Bumm. Während der Pulverqualm verzieht, hält die Welt den Atem an. Alfred Nobel hat gerade die erste Stange Dynamit der Geschichte gezündet. Wir schreiben das Jahr 1867. Alfred Nobel übervorteilt seine Angestellten, die durch Zufall beim Transport von Nitroglycerin das Dynamit erfanden und lässt es auf seinen Namen patentieren.

Beitragsbild: Slow Food, Fischmonat Oktober

Fischmonat Oktober Langsamer Sterben mit Slow Food

Da einige Leute Plastik nicht mögen, hat sich die Slow-Food-Bewegung gegründet. Für alle die nicht wissen was Slow Food ist, es ist das Gegenteil von dem was Ronald McDonald, der Erfinder der Psychoclowns feilbietet und hat auch nichts mit diesen Leuten zu tun, die sich brüsten Könige in frikadellenform zu verkaufen. Slow Food kann man nicht im Drive-in erwerben. Slow Food ist langsam, meistens grün manchmal aber auch mit harter Schale. Leckerer Salat zum Beispiel. Schnecken aber auch. Slow Food ist gewissermaßen ein Downgrade von normaler Nahrung.

Beitragsbild: 29. September Welt-Tollwut-Tag

29. September: Welt-Tollwut-Tag Wenn die Wut kalendarisch überschäumt

Die meisten Leute wissen weder genau was Tollwut ist, noch haben sie je ein tollwütiges Tier gesehen. Um auf diese Diskrepanz hinzuweisen kann man am Welt-Tollwut-Tag seinen Fuchs, seinen Hund oder einen Mungo nehmen und dessen Maul mit Rasierschaum einschmieren. Das derartig präparierte Tier kann dann an einem vielbelebten Ort wie einem Einkaufszentrum, im Kino oder während eines Konzerts der Wildecker Herzbuben frei gelassen werden. (Für alle Tierschützer, die diese Idee gar nicht lustig finden: Natürlich könnt ihr anstelle des Rasierschaums auch Schlagsahne nehmen. Aber dann müsst ihr euch beeilen, sonst schlabbert das Tier alles weg und das ist sicherlich nicht im Sinne des Welt-Tollwut-Tages.)

Beitragsbild: 08. September Tollwut-Maria

08. September: Tollwut-Maria

Über Maria, die Mutter Gottes, weiß man allerhand. Sie hat ein uneheliches Kind gezeugt, ist trotz des Risikos einer Fehlgeburt hochschwanger auf einem Esel herumgeritten und an ihrem Geburtstag findet der Welt-Tollwuttag statt. Sehr toll.

Beitragsbild: 21. Juli – Alle Macht den Drogen

21. Juli – Alle Macht den Drogen

Heute ist der nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige. Stichwort Drogen. Das Wort, bei dem dieser Unterton mitschwingt, den die Muttis einem als Teenager immer warnend zuraunten, wenn man auf Partys gehen wollte. Das Wort, das die Biolehrerin einem präventiv versuchte ins Hirn zu pflanzen, um auf Gefahren hinzuweisen. Das Wort, wegen dem zahlreiche christliche Minderheiten auf den Straßen unterwegs sind, um alle anderen dagegen aufzuwiegeln. Gebracht hat es alles nichts. Jeder konsumiert täglich Drogen. Angefangen beim Kaffee am Morgen bis zur Zigarette danach. Egal ob Zucker, Heroin, Pokémon Go, Ecstasy oder Alkohol. Warum wird man drogenabhängig? Was ist das für eine blöde Frage? Weil es gesellschaftsfähig ist. Jedes Subsystem der Gesellschaft hat dabei seine eigenen abhängig machenden Substanzen. Bei den Werbeagenturen ist Marihuana groß im Kurs, Manager schwören dagegen auf Kokain, paramilitärische Jemeniten kauen Kat, für Kinder, die nicht essen wollen hält die Lebensmittelindustrie eine Menge Rohrzucker bereit und Ärzte nehmen die Pillen, die ihre Patienten nehmen, die gut drauf sind. Kann man sich dem Bann der Drogen entziehen? Wer sozial akzeptiert sein will, muss …

Beitragsbild: 30. Juni Gitarren Gääääähn!

30. Juni: Gitarren? Gääääähn!

Eric Clapton pack deine Gitarre in den Keller oder häng sie als Vogelhäuschen in den Garten. Das gleiche gilt für Carlos Santana und Bob Dylan. Weg mit der Klampfe, die Zeiten von Woodstock sind vorbei, die letzten Hippies sitzen im Altenheim und warten auf ihr unrühmliches Ende. Es ist nicht so, dass ihr das nicht toll gemacht hättet und wir sind euch echt dankbar dafür. Es gibt auch keine Jungspunde, die euch von eurem Thron stoßen wollen oder sowas. Aber wie bereits angedeutet, es rücken keine Fans mehr nach. Die Girls und Boys stehen nicht mehr auf diesen Offline-Mist. Es gibt jetzt alles digital. Nur wer sehr exzentrisch ist, hat noch eine Daseinsberechtigung. Nasenflötenspieler zum Beispiel.

Beitragsbild: 23. Juni Tage, an denen was los ist

23. Juni: Tage, an denen was los ist

Zum Glück lassen sich manche Leute durch Fakten nicht blenden, auch wenn diese noch so deprimierend sind. Deshalb hat das internationale Weltaktionstagskomitee entschieden, einen richtig fetzigen Aktionstag zu veranstalten und ihn auf einem Regenbogen, begleitet von dem Gesang holder Jungfrauen und weißer Schwäne in die Welt zu entsenden: Den Welttag des öffentlichen Dienstes.

Beitragsbild: 16. Juni Tag des afrikanischen Kindes

16. Juni: Tag des afrikanischen Kindes

Von dem afrikanischen Kind als solchem zu sprechen, ist natürlich eine euphemistische Generalisierung. So etwas würde sich die europäische Herrenrasse niemals bieten lassen. Um dies zu verdeutlichen, hier nun der Gegenentwurf: das europäische Kind. Das europäische Kind, wie soll das denn aussehen? Es ist wahrscheinlich 1,40 Meter groß, wiegt 80 Kilo (wir wollen hier keine Randgruppe unberücksichtigt lassen), hat Sommersprossen (auch hier wurde die Randgruppe exponentiell überberücksichtigt) und ist zweiköpfig (ebenfalls aufgrund der Minderheitenquote). Der eine Kopf heißt René-Jaques-Batista der andere Mark-Stefan-Thor. 

Beitragsbild: 9. Juni: Zur Not auch unter freiem Himmel

9. Juni: Zur Not auch unter freiem Himmel

Direkt beim ersten Date geht es los. Man plaudert etwas über Job und Hobbies, entdeckt Gemeinsamkeiten.  Es wird Eis bestellt, schließlich ist fast Sommer. Beide geben sich durch Gesten und Blicke zu verstehen, dass sie sich gegenseitig attraktiv finden (er macht dumme Witze, sie kichert und sieht zur Seite). Man will so viel wie möglich über den anderen herausfinden um den Augenblick voll und ganz auszukosten. Irgendwann fragt Sie: »Wo kommst du eigentlich her?« Darauf er: »Das weiß ich nicht so genau.«
Peinliches Schweigen.