Gesundheit
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Schnell krank werden – aber wie?

Beitragsbild: Schnell krank werden - aber wie

Deine Schwiegermutter feiert morgen Geburtstag? Oder es endet die Deadline für das aktuelle Projekt? Letzte Lösung Krankenschein. Krank werden, aber wie?

Es gibt so Ereignisse im Kalender, die bereiten einem schon vorab heftige Kopfschmerzen – zum Beispiel nahezu alle Montage. Die meisten beugen sich dem Drill und schlurfen selbst an den unschönsten Werktagen in ihre Firmen, Schulen und Universitäten. Mancher Rebell jedoch liebäugelt mit einem spontanen Ausbruch eines höchstseltenen tropischen Fiebers, das nicht nur nach 24 Stunden wieder abklingt, sondern bisher ausschließlich im heimischen Wohnzimmer in Erscheinung trat. Sicherlich sind solche Ausreden selbst dem faulsten Arzt unter der Sonne zu blöde, sodass man sich als motivierter Blaumacher wasserdichtere Methoden ausdenken muss, um über Nacht glaubhaft krank zu werden. Natürlich könnte man unmotiviert den Ratschlag erteilen, einfach aus dem Fenster zu springen oder sonst wie sportlich zu betätigen. Aber das wäre ja zu einfach.

Wasche Dir nicht die Hände

Türgriffe, Geldautomaten und diese Griffelteile an den Rolltreppen, da schmeißen Krankheitserreger und Keime ständig ihre wildesten Parties. Ich möchte nun nicht empfehlen, so einen Handlauf einer Rolltreppe direkt abzulecken! Das bloße Befummeln genügt bereits, da man sich im Tagesverlauf geschätzte 394839 Male (eigentlich sind es nur 15,7 Male) im eigenen Gesicht rumgrabscht. Das bedeutet, dass man die Viren wunderbar in der Visage verteilen kann, während man sich die Augen reibt.

Arbeite in einem Krankenhaus …

Man sollte die Bezeichnung ernst nehmen: In einem Krankenhaus liegen offensichtlich sehr viele kranke Menschen herum. Wenn Du Dich dringend anstecken möchtest, gibt es kaum einen geeigneteren Ort. Nun ist es nicht so easy, spontan einen Job in einem Hospital zu ergattern. Von daher lege ich wahren Schnupfen-Junkies die Besuchszeiten ans Herz. Nur vergesst die Blumen nicht.

… oder arbeite in einem Kindergarten

Diese kleinen Keimschleudern sind ein Segen für alle spontanen Blaumacher. Gerade Neulinge in diesem Beruf sind zu Beginn dauerkrank, weil sich die Kinder mit ihren ständig laufenden Nasen und Magen-Darm-Erkrankungen unentwegt selbst anstecken. Dieser Teufelskreis trifft irgendwann auch mal die Erzieher, die im Laufe der Jahre aber Resistenzen aufbauen. Für all jene, die fix erkranken wollen, aber gar nicht im Kindergarten arbeiten: sucht euch eine Erzieherin bzw. Erzieher!

Gib jedem die Hand

Begrüße selbst die nette Verkäuferin Deines liebsten Supermarktes mit einem wärmenden Händedruck – sowie jede weitere Person, die Dir entgegen kommt!  Mit Sicherheit wirst Du irgendwann an einen Typen geraten, der nach dem Toilettengang die Hygiene vernachlässigte und Dir demnach einen baldigen Arzt-Termin sichert.

Iss oder trink irgendwas Ungesundes

Der Beitrag lautet schließlich »Schnell (!) krank werden« – also wie? Am besten eignen sich natürlich dafür gewisse Lebensmittel. Beispielsweise vergammelte Eier, ungekochtes Hühnerfleisch, 15 Döner hintereinander oder schlicht und einfach Alkohol in rauen Mengen. Steigern kann man den Effekt noch mit jede Menge Tabak, den am besten gar nicht erst recht raucht, sondern direkt zum Nachtisch kaut. Idealerweise verzichtet man bei der Nahrungszufuhr auf Magnesium, Vitamine und all das alberne Zeug und konzentriert sich auf Zusätze wie Koffein – works every time.

Die Nacht durchmachen

Apropos Kaffee: Dieses Wundermittel hilft auch gegen Schläfrigkeit. Um der Krankmeldung am nächsten Morgen den finalen Schliff zu geben, solltest Du einfach durchmachen und an so etwas wie Schlaf gar nicht erst denken. Ein Teint wie ein Bettlaken und Augenringe wie Autoreifen werden selbst kritische Chefs überzeugen.

Bandscheibenburnout

Im Zweifelsfall lässt man sich einfach irgendwas vom Arzt diagnostizieren. Kopfschmerzen antäuschen (»Autsch, es schmerzt beim Denken!«) oder permanente Übelkeit (»Immer wenn ich so mache, muss ich mich übergeben!«) simulieren, sodass sich das lange Warten beim Hausarzt auch lohnt. Nur nicht dabei übertreiben, sonst wirst Du als geisteskrank abgestempelt.


photo: sick day by ryan hide, cc 2.0


Letzte Bearbeitung war am 09.08.2017

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