Alle Artikel in: Freizeit

Frei-zeit

Substantiv [die]

die Zeit, die einem außerhalb der Arbeitszeit zur freien Gestaltung verbleibt.
„In seiner Freizeit treibt er Sport.“


Die Freizeit beschreibt all die furchtbaren Dinge, die einem nach der Arbeit widerfahren können. Die Möglichkeiten scheinen hier unbegrenzt, da die Freizeitgestaltung – und somit das Unglück – für jedermann frei wählbar scheint. Selbst in den eigenen vier Wänden ist man nicht sicher.

Beispiele für Themen in dieser Rubrik:

Lebensmüde Hobbies, die nicht euch sondern auch eure Umwelt nachhaltig deprimieren
Kulturelle Ernüchterungen, von denen man sich vorher mehr versprach
Feier- und Gedenktage, die man besser schon im Kalender ignoriert hätte
Wein, Weib und Gesang – oder eher Fressen, Saufen und YouTube
Filme, Bücher, Musiken, die Dich zum Schlechten veränderten

Beitragsbild: 30. Juni Gitarren Gääääähn!

30. Juni: Gitarren? Gääääähn!

Eric Clapton pack deine Gitarre in den Keller oder häng sie als Vogelhäuschen in den Garten. Das gleiche gilt für Carlos Santana und Bob Dylan. Weg mit der Klampfe, die Zeiten von Woodstock sind vorbei, die letzten Hippies sitzen im Altenheim und warten auf ihr unrühmliches Ende. Es ist nicht so, dass ihr das nicht toll gemacht hättet und wir sind euch echt dankbar dafür. Es gibt auch keine Jungspunde, die euch von eurem Thron stoßen wollen oder sowas. Aber wie bereits angedeutet, es rücken keine Fans mehr nach. Die Girls und Boys stehen nicht mehr auf diesen Offline-Mist. Es gibt jetzt alles digital. Nur wer sehr exzentrisch ist, hat noch eine Daseinsberechtigung. Nasenflötenspieler zum Beispiel.

Beitragsbild: 23. Juni Tage, an denen was los ist

23. Juni: Tage, an denen was los ist

Zum Glück lassen sich manche Leute durch Fakten nicht blenden, auch wenn diese noch so deprimierend sind. Deshalb hat das internationale Weltaktionstagskomitee entschieden, einen richtig fetzigen Aktionstag zu veranstalten und ihn auf einem Regenbogen, begleitet von dem Gesang holder Jungfrauen und weißer Schwäne in die Welt zu entsenden: Den Welttag des öffentlichen Dienstes.

Beitragsbild: Unpopuläre Meinungen, mit denen du alle vergraulst

Unpopuläre Meinungen, mit denen du alle vergraulst

Meinungen sind überbewertet. Sie werden in der Regel dazu genutzt, um sich selbst zu beschreiben, fernab aller Realität. Umso lässiger wäre es, wenn man sich dazu zwingt, unpopuläre Meinungen in den nächsten Plausch zu verkünden. Man kann sich so quasi neu erfinden und dabei zusehen, wie der verstörende Einwurf die Zuhörer anschaulich verwirrt. Wozu all dieser alltägliche Bullshit, wenn man endlich einmal ein interessantes und bewegendes Gespräch führen kann?
Höchstwahrscheinlich möchte man eh den meisten Unterhaltungen aus dem Weg gehen. Sie bringen einen einfach nicht weiter und füllen den Denkapparat nur mit lauter Überflüssigem, das man nur schwerlich wieder los wird. Aus diesem Grund ist es umso empfehlenswerter, wenn man sich die eine oder andere Meinungen zulegt, mit dessen Hilfe man allzu aufdringliche Quälgeister mit ihren unerschöpflichen Kommunikationsdrang in die Wüste jagen kann. Die folgenden Denkansätze sollen die ersten möglichen Inspirationen darstellen.

Beitragsbild: 16. Juni Tag des afrikanischen Kindes

16. Juni: Tag des afrikanischen Kindes

Von dem afrikanischen Kind als solchem zu sprechen, ist natürlich eine euphemistische Generalisierung. So etwas würde sich die europäische Herrenrasse niemals bieten lassen. Um dies zu verdeutlichen, hier nun der Gegenentwurf: das europäische Kind. Das europäische Kind, wie soll das denn aussehen? Es ist wahrscheinlich 1,40 Meter groß, wiegt 80 Kilo (wir wollen hier keine Randgruppe unberücksichtigt lassen), hat Sommersprossen (auch hier wurde die Randgruppe exponentiell überberücksichtigt) und ist zweiköpfig (ebenfalls aufgrund der Minderheitenquote). Der eine Kopf heißt René-Jaques-Batista der andere Mark-Stefan-Thor. 

Beitragsbild: Was wäre deine Superkraft

Was wäre deine Superkraft?

Da ich nie eine Comic-Phase in meiner Kindheit hatte (abgesehen von ein paar Donald Duck Heften) erreicht mich erst jetzt, im Jahrzehnt der Comic-Verfilmungen, der komplette Umfang dieser Welt. Unwillkürlich fragt man sich, was wäre meine Superkraft? Mit Superstärke findet man wohl kaum einen Freund, wenn man bedenkt, dass ein Mann sich schon durch eine gut verdienende Frau angegriffen fühlt.

Beitragsbild: 9. Juni: Zur Not auch unter freiem Himmel

9. Juni: Zur Not auch unter freiem Himmel

Direkt beim ersten Date geht es los. Man plaudert etwas über Job und Hobbies, entdeckt Gemeinsamkeiten.  Es wird Eis bestellt, schließlich ist fast Sommer. Beide geben sich durch Gesten und Blicke zu verstehen, dass sie sich gegenseitig attraktiv finden (er macht dumme Witze, sie kichert und sieht zur Seite). Man will so viel wie möglich über den anderen herausfinden um den Augenblick voll und ganz auszukosten. Irgendwann fragt Sie: »Wo kommst du eigentlich her?« Darauf er: »Das weiß ich nicht so genau.«
Peinliches Schweigen.

Beitragsbild: Crush deine Komfort-Zone!

Crush deine Komfort-Zone!

Wenn dein Chef dich auffordert die Komfort-Zone zu verlassen, bedeutet das in seinen Augen den Finger aus dem Po zu ziehen, um stattdessen damit zur Abwechslung mal den Computer zu bearbeiten. Du selbst siehst nur das schier platzende Überstunden Konto, tausende Meetings, Anrufe und Deadlines, die du auch innerhalb der angeblichen Komfort-Zone nicht bearbeiten kannst. Komfort ist subjektiv.

Beitragsbild: Joggen - einfach nur peinlich

Joggen – einfach nur peinlich

Eine Angst schleicht durchs Land. Zahlreiche verunsicherte Personen posten in Hilfe-Foren und melden sich bei der Telefonseelsorge, weil sie ein Problem quält: Sie würden laut eigener Aussage gerne joggen, aber finden nicht den Mut dazu. Sie schämen sich dabei! Dazu haben sie panische Angst, dass man sie beim Jogging verhöhnt und über ihre voluminösen Hintern lacht, der sich kaum mit absurden Schlabberhosen verstecken lässt. Aus diesem Grunde joggen viele nachts, damit sie niemand dabei beobachten kann. Leider führt diese aus der Not heraus geborene Alternative häufig zu Missverständnissen. Sollte diese Nachtjogger doch einem Passanten über den Weg laufen, wird häufig auf eine Flucht vor Meuchelmördern und Zombies spekuliert, was meist einen Notruf nach sich zieht.

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2. Juni: Giuseppe Garibaldi, ich stöhne Deine Namen

Giuseppe Garibaldi, du italienscher Nationalheld und Freiheitskämpfer, vor 234 Jahren bist du gestorben. Genau am internationalen Hurentag. Dabei hatte doch alles so gut angefangen. Drei Kinder von einer brasilianischen Widerstandskämpferin, eine schweizer Schriftstellerin, die sich um die Bälger kümmerte, während dir eine junge italienische Marquise versuchte ein weiteres Kind unterzujubeln und zum Abschluss dann noch mal drei Kinder von einem armenischen Kindermädchen. Eine glückliche Patchworkfamilie. Serienreifer Stoff.

Beitragsbild: 26. Mai: Sorry, Gyöngyvér

26. Mai: Sorry, Gyöngyvér

Lieber Phillipe, an deinem Namenstag ist mal wieder allerhand los. Doch vorweg der Einwurf, dass du auch Gyöngyvér heißen könntest und trotzdem den gleichen Namenstag hättest. Ha, ha. Genug geplaudert, heute vor genau 188 Jahren betrat ein Kasper die Bildfläche, um dir die Show zu stehlen. Denken wir uns einmal in diese Zeit zurück. Wir befinden uns in Nürnberg – nicht um dort Bratwürste zu essen, sondern um zu beobachten, wie der Schuhmachermeister Weickmann von einem sechszehnjährigen Knaben namens Kasper Hauser angesprochen wird, der sich wichtigmachen will. Erst 1962 wird die Szene unter dem Namen »Meister Eder und sein Pumuckl« verfilmt.